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Da war mehr drin!

MSG verliert 34:31 in Idstein

(cm) Das war der eindeutige Konsens der mitgereisten MSG-Anhänger, die 45 mäßige und 15 furiose Minuten ihrer Mannschaft beim Siebten aus Idstein sahen. Wieder mal versagten zum Ende hin die Nerven aber auch ein bisschen die Kraft, als es darum ging den Sieg dingfest zu machen. Am kommenden Sonntag hat die MSG Linden jedoch wieder 60 Minuten Zeit um zwei Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu sammeln. Zu Gast wird der direkte Tabellennachbar der Regionalligareserve aus Münster sein und Anpfiff ist um 17.00Uhr in der Stadthalle Linden. Nach dem letzten spannenden Heimspiel gegen Goldstein steht also ein weiteres Abstiegsduell bevor, sodass sich jeder Zuschauer auf eine packende und mitreisende Begegnung einstellen kann.

Viel vorgenommen hatten sich die Herren der MSG Linden beim Auswärtsspiel in Idstein. Umsetzten taten sie es lediglich die letzte viertel Stunde, was sogar fast zu einem Sieg gegen nicht besonders starke Idsteiner reichte. Die Anfangsphase wurde wie so oft verpennt von Seiten der Lindener. Lethargisch bewegten sich die Mannen um den wiedergenesenen Thomas Semmelroth in der Abwehr und im Angriff fehlte in der kompletten ersten Hälfte der konsequente Zug zum Tor. Nicht nur der Wille fehlte anfänglich, auch die Cleverness bei den Abschlüssen aber vor allem in der Deckungsarbeit. Mit einfachen Wurftäuschungen und Kreuzbewegungen ließ sich der Abwehrverbund der MSG immer wieder aufreisen, sodass große Lücken entstanden, die von den Idsteinern zu einfachen Toren genutzt wurden. Der Umstellung auf eine offensivere Deckungsvariante ist es hauptsächlich zu verdanken, dass der Rückstand zur Halbzeit mit 16:12 noch recht gering ausfiel.

Die Leistungen beider Mannschaften knüpften nahtlos an denen der ersten Halbzeit an. Die Lindener fanden immer noch nicht in das Spiel und die Idsteiner spielten ihren Stiefel weiter runter, sodass fast alle Zuschauer den 26:20 Zwischenstand in der 40 Minute als Vorentscheidung ansahen. Zudem kam auch noch, dass Björn Spieß drei Minuten später eine fragliche rote Karte sah, woraufhin die MSG jedoch scheinbar enger zusammenrückte. Endlich präsentierte sich das Team von Bernd Wagner als Kollektiv und endlich kam das Kämpferherz durch, das die MSG-Fans im Siel gegen Goldstein über fast die komplette Spielzeit bejubeln konnten. Die Abwehr wirkte in dieser Phase mit einer doppelten Manndeckung noch offensiver und vor allem aggressiver, sodass die Mittelhessen aus Linden zu Ballgewinnen kamen, die zu einfachen Gegenstoßtoren umgemünzt werden konnten. Nicht nur die Abwehr, auch Björn Finnholdt im Gehäuse der Gäste präsentierte sich nun stark verbessert, was der Mannschaft einen weiteren Auftrieb gab. Dieses Hoch im Spiel der MSG fand seinen Höhepunkt in der 58. Minute als es 30:30 unentschieden Stand. Mit der Gewissheit, dass eventuell noch mehr drin ist als nur ein Punkt, stieg jedoch merklich die Nervosität bei den lindener Jungs. Die Führung lag in der Luft und war durch einen freien Wurf vor dem Idsteiner Schlussmann, der jedoch leider vergeben wurde, sogar greifbar nahe. Die letzten beiden Minuten spielte der TV aus Idstein souveräner runter und konnte sich im end Effekt verdient mit 34:31 als Sieger feiern lassen. Nichts desto trotz muss die MSG die positiven Erfahrungen aus dem Spiel mitnehmen, um am kommenden Sonntag gegen Münster 2 bestehen zu können. Diese fuhren in letzter Zeit gute Ergebnisse ein, da mehrere Spieler aus der Regionalligamannschaft ihrer Zweiten zum Klassenerhalt verhelfen sollen. Umso erstaunlicher erscheint das letzte Spiel, das der kommende MSG-Gegner mit 19:21 in eigener Halle gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte HSG Dilltal verlor, sodass die MSG nur noch zwei Pünktchen Abstand zu einem Abstiegsplatz besitzt. Mit hoffentlich zahlreichen Anhängern im Rücken und einer kämpferischen Mannschaftsleistung wird die MSG auch gegen die TSG Münster 2 ihre Chance auf zwei Punkte erhalten und am besten auch nutzen.

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