© TSV Lützellinden

Zittersieg der MSG in eigener Halle

24:23 Sieg gegen den TV Idstein

 

(cm) Nach zwei bitteren Niederlagen kann die MSG Linden wieder einen Sieg bejubeln. Vor heimischer Kulisse gelang den Langsdorf-Schützlingen ein knapper aber dennoch verdienter 24:23 Erfolg. Auch nächstes Wochenende steht die MSG vor einer schweren Aufgabe, wenn es dann zur 3.Liga Reserve der TSG Münster geht. Die Spieler und das Trainergespann hoffen auf zahlreiche Fans, die am 13.11.2011 um 14.15 an der Sporthalle Lützellinden oder um 14.30 am Schwimmbad in Linden einsteigen können, in den geräumigen und mit Getränken bestückten Reisebus. Anpfiff ist um 17 Uhr in der Eichendorffschulhalle Kelkheim in Kelkheim/Münster.

Das Heimteam um Kapitän Björn Weber, der nach geraumer Zeit nicht nur in der Abwehr anfangen durfte, begann nervös und unkonzentriert. In den ersten 15 Minuten schien es fast so, als ob die zwei knappen Misserfolge der letzten Spieltage noch in den Köpfen der Lindener saßen. Den Gästen aus Münster fiel es nicht schwer sich schnell auf 2:5 abzusetzen. Einzig Sven Müller konnte in der Anfangsphase mit starken Paraden überzeugen. Mit der Einwechslung des leicht geschwächten Markus Semmelroth kam dann aber frischer Wind in das Spiel der MSG und auch die erste Führung mit 8:7 in der 22. Minute. Diese Führung konnten die Mittelhessen in die Halbzeit retten, was auch Alexander Schwellnuss verdienst war, der mit einem schönen, abgeknickten Wurf aus dem Rückraum eines seiner vier Tore markierte. Schwellnuss konnte über die komplette Spielzeit mit ansehnlichen Treffern und aufopferungsvoller Abwehrarbeit überzeugen und verdient somit das Prädikat des besten Spielers des Spiels. Der Beginn der zweiten Halbzeit war ebenfalls von Hektik geprägt, die in einer roten Karte gegen den Kreisläufer der Idsteiner mündete. Es war der klarste und unumstrittenste Pfiff des Abends, was leider nur eine Ausnahme war, da die Zerfahrenheit des Spiels nicht nur Schuld der Akteure beider Mannschaften sondern auch der Unparteiischen war,  die eine unverständlich, kleinliche Linie pfiffen. Produkt dieser Spielleitung waren viele 7 Meter, die auf Seiten der Idsteiner vom starken Christian Brauer zunächst besser genutzt wurden. Im Verlauf des zweiten Abschnitts spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe. In der 37.Minute betrat mit Andi Schwarz ein alter Bekannter das Parkett, dem man die fünf monatige Pause kaum anmerkte. In der Schlussphase sah es dann für Piazolla und Co. erstmals nicht so gut aus, da in der 55. Minute beim Stand von 22:23 gleich zwei 7 Meter nicht eingenetzt werden konnten. Mit Fortuna im Rücken schaffte der Aufsteiger den Ausgleich und mit Brauer verwarf der stärkste Spieler, auf Seiten der Gäste, eine Minute vor Ende seinen ersten 7 Meter. Nun war das Heimteam wieder in Ballbesitz und nach einer starken 1:1 Aktion von Markus Semmelroth gab es 10 Sekunden vor Schluss mal wieder einen Strafwurf. Nach kurzer Absprache mit dem etatmäßigen 7 Meterschützen der Lindener  (Björn Spieß) nahm sich dann Nico Piazolla den Ball und erzielte den 24:23 Siegtreffer mit einem lässigen Dreher. Dieses Mal war das Glück den Jungspunden aus Linden wieder treu, womit auch die kleine Niederlagenserie glücklicherweise zerriss. Die letzten fünf Partien der MSG wurden entweder mit einem Tor verloren/gewonnen oder unentschieden gespielt, was immer für viel Spannung sorgte, jedoch nicht für taktische und spielerische Abgeklärtheit spricht. Spannung ist also am kommenden Sonntag vorprogrammiert, wenn es zum Tabellennachbarn nach Münster geht. Es wird eine sehr harte Aufgabe für das Junge Team um Trainer Langsdorf, das sich in den letzten beiden Auswärtsspielen nicht gerade stark präsentierte. Die TSG aus Münster geht trotz schlechterer Tabellenlage leicht favorisiert in das Spiel, da sie in den letzten vier Spielen ungeschlagen sind und die MSG weiterhin mit Verletzungspech zu kämpfen hat. Um dieser Favoritenrolle nicht gerecht zu werden, appellier ich an die MSG-Fans: Reisen sie am Sonntag mit nach Münster und unterstützen sie die Jungs mit der Macht ihrer Stimme und Anwesenheit, sodass sich der Ausflug kommendes Wochenende auch wieder tabellarisch lohnt.