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MSG Linden – Männer stehen sich selbst im Weg

Unnötige und ärgerliche 32:33 (18:16) Niederlage in Hochheim

Sonntag, 18.00 Uhr kommt Idstein in die Sporthalle Lützellinden

(dl) Das waren Parallelen zur Vorwochenniederlage in Goldstein! Wieder nur mit einem Tor Differenz verlor unser MSG-Team das Auswärtsspiel in Hochheim/Wicker mit 32:33 (18:16) Toren und hat nach dem tollen Saisonstart zwei bittere Pillen in Folge schlucken müssen. Die Mannschaft von Trainer Dirk Langsdorf hat aus der knappen Niederlage in Goldstein scheinbar keine Lehren gezogen. Wieder wurde ein komfortabler 5-Torevorsprung leichtsinnig verspielt. Wieder mussten Piazzolla & Co. in der letzten Spielminute Gegners Siegtor zulassen. Das Team um Spielführer Björn Weber ist im harten Landesligaalltag angekommen und muss schnellstens versuchen, die unübersehbaren Defizite abzustellen.

Schon am kommenden Sonntag, den 6. November um 18.00 Uhr (bitte beachten !) in der Sporthalle Lützellinden bietet sich gegen die Mannschaft vom TV Idstein die Gelegenheit dazu.

In Hochheim/Wicker lief von Spielbeginn an eigentlich alles nach Plan. Schon nach einer ¼ Stunde hatte sich unser MSG-Team einen Vorsprung erarbeitet. Als dann noch Hochheims Goalgetter Janis Binder wegen groben Foulspiels vorzeitig unter die Dusche musste, war eigentlich der Weg für einen Auswärtssieg. Vorerst nutzen auch der agile Björn Spieß und Markus Semmelroth Hochheims Verwirrung und schraubten das Ergebnis auf einen 17:12 Zwischenstand rund fünf Minuten vor der Pause. Doch es sollte anders kommen! Zwei Zeitstrafen in Folge gegen Fehmi Kaplan und den gut aufgelegten Tim Jung nutzten die Gastgeber und verkürzten bis zur Pause auf den 16:18 Halbzeitstand.

In Halbzeit zwei entwickelte sich ein Kampfspiel auf beiden Seiten. Hochheim witterte die Chance auf Punkte und mobilisierte alle Kräfte. Bis zur 40. Spielminute verteidigte unsere Mannschaft den 2-Tore Vorsprung. Allen voran, Björn Spieß, der sich als sicherer Strafwurfschütze und Gegenstoßspieler auszeichnete. Die zweite Zeitstrafe gegen unseren in Abwehr und Angriff toll aufspielenden Youngster Tim Jung nutzten die Wiesbadener Vorstädter und schafften innerhalb von zwei Minuten den Ausgleich (22:22). Fortan wechselte die Führung im Minutentakt. Keiner Mannschaft gelang es einen entscheidenden Vorsprung zu erzielen. Der eingewechselte Alex Schwellnus brachte noch mal Sicherheit in unseren löchrigen Abwehrverband und erzielte zwei sehenswerte Treffer. Doch der Rest der Truppe verlor mehr und mehr den nötigen Faden um das Spiel zu gewinnen. Bezeichnend, dass unseren beiden Goalgettern, Markus Semmelroth & Nico Piazzolla nicht ein Tor mehr im zweiten Spielabschnitt vergönnt war. Zu unvorbereitet und ohne Cleverness wurden die Angriffe abgeschlossen. Selbst in Überzahlsituationen wurden einfachste Fehler produziert. Einzig Tim Jung behielt die Nerven und strahlte enorme Torgefahr aus. Rund fünf Minuten vor Spielende wohl die entscheidende Situation. Wieder zog unser junger Rückraumspieler Tim Jung unwiderstehlich auf die Lücke und besorgte das 31:30 für unsere Farben. Doch bei dieser Aktion verletzte sich Tim so schwer, dass er nicht mehr eingesetzt werden konnte. In dieser Phase vermissten wir sehr unseren Langzeitverletzten Jan Nober. Dieser hätte mit Sicherheit die sich bietenden Möglichkeiten genutzt und der Abwehr mehr Stabilität verliehen. Die letzten fünf Minuten wurden zum Krimi! Beide Mannschaften spielten kopflos, doch unser Team schien bei Abprallern völlig mit den Gedanken woanders. Statt den Ball zu sichern wurde mehrmals ungeordnet zum Gegenstoß gestartet. In aller Ruhe konnte Hochheim einfachste Tore werfen. Dennoch sollte Alex Schwellnus mit einem schönen Treffer das 32:32 erzielen; ein Remis wäre durchaus zufriedenstellend gewesen. Doch wieder war es ein abgeprallter Wurfversuch von Hochheim, deren Kreisläufer unbedrängt den Ball aufnehmen und in unser Tor zum 33:32 Endstand versenkte.

Klar, wir haben eine junge Truppe zusammen und hier und da fehlt es an Erfahrung. Doch die Art und Weise dieser Niederlage ist schon als kindisch zu bezeichnen. Fehlendes taktisches Verständnis und eine gehörige Portion Leichtsinnigkeit gepaart mit undisziplinierten Verhalten sorgten für die zweite Saisonniederlage und Kopfschütteln bei den Verantwortlichen. Keine Frage, kämpferisch gesehen muss sich unser MSG-Team nichts vorwerfen lassen. Doch die angesprochenen Defizite müssen abgestellt werden. Mit Idstein kommt am Sonntag um 18.00 Uhr ein unbequemer Gegner in die Sporthalle Lützellinden. Mit Sascha Marxen hat Idstein einen erfahrener Kreisläufer, der in seinem Aktionsradius empfindlich eingeschränkt werden muss. Die beiden Welsch-Brüder sind erfahrene Rückraumspieler, welche frühzeitig gestört werden müssen. Die sonst recht junge Idsteiner Mannschaft ist auf Tempospiel aus. Da muss unser MSG-Team ordentlich dagegen halten und selbst das Spielgeschehen in die Hand nehmen. Wir kassieren einfach zu viel Tore. Hier sollte der erste Ansatz der Verbesserung sein. Jeder Spieler muss sich mehr in der Abwehr einsetzen und seinen Nebenmännern, wenn nötig, zur Hilfe eilen.

In dieser Woche waren einige Spieler krankheitsbedingt bisher nicht im Training. Wollen wir hoffen, dass sich unser Krankheitslager bis Sonntag lichtet und wir gegen Idstein wieder unbeschwert und mit der nötigen Einstellung unseren Fans & Zuschauern ein tolles Handballspiel liefern. Bitte, liebe Zuschauer, kommen Sie am Sonntag um 18.00 Uhr zur ungewöhnlichen Anwurfzeit in die Sporthalle Lützellinden und geben der Mannschaft den nötigen Rückhalt.      

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