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SG Langgöns/Dornholzhausen und SG Rechtenbach gewinnen Verfolgerduelle

 

HSG Wettenberg II trotz TG Friedberg Punkt ab – SG Kleenheim II verliert auch in Kirchhain

 

(mro) Der spielfreie Tabellenführer MSG Linden konnte nach der Vorwochen-Pleite bei der SG Langgöns/Dornholzhausen seine Wunden lecken und sich ansehen, was die Konkurrenz in teilweise direkten Vergleichen so anstellte. Und so ganz unzufrieden dürfte der Landesliga-Absteiger mit dem Wochenende nicht sein, denn der Tabellenzweite TG Friedberg kam als Gast der HSG Wettenberg II nicht über ein 23:23-Unentschieden hinaus. Der Tabellendritte, die SG Münzenberg/Gambach wurde das nächste Opfer der SG Langgöns/Dornholzhausen und verlor seinen Heimnimbus beim 28:33. Auch die SG Rechtenbach kam zu einem Auswärtssieg beim 33:29 beim WSV Oppershofen und kann am nächsten Wochenende mit einem Sieg gegen die MSG Linden nach Minuspunkten mit dem Tabellenführer gleichziehen. Die Kellerkinder SG Kleenheim II (27:30-Niederlage in Kirchhain) und HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen III (26:33-Niederlage als Gast des TSV Griedel) dagegen konnte vor dem direkten Aufeinandertreffen am nächsten Wochenende kein Selbstvertrauen tanken. Im Wetterau-Derby HSG Mörlen – SU Nieder-Florstadt behielten die Gastgeber schließlich mit 34:29 die Oberhand.

HSG Wettenberg II – TG Friedberg  23 : 23  ( 10 : 13 )

Endlich wurden die starken Heimleistungen gegen die Spitzenmannschaften einmal belohnt und der HSG Wettenberg II gelang in einem verrückten Spiel ein 23:23 (10:13)- Unent-schieden gegen den Favorit aus Friedberg. Dabei begannen die Gäste so wie man es von einem zuletzt so stark und erfolgreich aufspielenden Spitzenteam erwarten konnte. Souverän und durchdacht im Angriff und konsequent in der Deckung lief bis zum 4:11 in der 17. Minute alles nach Plan für Friedberg. Diese ließen danach angesichts des komfortablen Vorsprungs die Zügel aber etwas schleifen und die Landesliga-Reserve nutzte die Friedberger Fehler, um sich über 8:12 bis zum Pausentee auf 10:13 heran zu arbeiten. Diese Hochphase bei Wettenberg hielt auch nach Wiederanpfiff an und beim 15:15 war in der 37. Minute endlich der Ausgleich geschafft. Nun entwickelte sich das Spiel zum Krimi, in dem nichts mehr von dem Unterschied in der Tabelle zu sehen war. Friedberg war sich bewußt, dass eine Niederlage einen herben Rückschlag im Titelrennen bedeuten würde und setzte sich Mitte der zweiten Halbzeit wieder auf 16:20 ab. Doch Wettenberg wollte diesmal außer Lob von einem Spitzenteam auch Punkte und in der 51. Minute war beim 21:21 wieder Gleichstand, dem man sogar den Führungstreffer folgen ließ. Dann ging es hin und her und zwei Minuten vor Ende wurde bereits der 23:23-Endstand verzeichnet. Zwar hatten beide Mannschaften bis zum Schlußpfiff noch die Chance zum Sieg, doch letztendlich trennte man sich mit einem gerechten Remis. HSG-Coach war nach Spielende hochzufrieden mit seiner Mannschaft und sah in „Christian Büttner und Ralf Hägele zwei überragende Torleute, die dafür sorgten, dass nicht so viele Tore gefallen sind“.

Tore Wettenberg: Briel (7), Stroh (7/5), Schmitz (3), Blattner (2), Wattenbach (1), Reindl (1), Stein (1), Büsse (1) – Friedberg: Lebeau (7), Kahabka (3), Mahr (3), Rosenschon (2), Dietzel (2), Glaub (2), Belz (1), Kammel (1), Kautz (1), Schäfer (1).

 

SG Münzenberg/Gambach – SG Langgöns/Dornholzhausen  28 : 33  ( 13 : 15 )

Am Ende jubelten die Gäste. Ein Gefühl, dass zumindest vor eigenem Publikum für die SG
Münzenberg/Gambach völlig neu ist. Erstmals seit dem Abstieg aus der Landesliga Mitte musste sich das Team von Trainer Stefan Mappes in der Festung „Sporthalle im Eiloh“ geschlagen geben. Mit 28:33 (13:15) zogen die Burgenstädter gegen eine starke SG Langgöns/Dornholzhausen den kürzeren, die nun aus den letzten elf Spielen zehn Siege eingefahren hat und den Vorwochentriumph gegen Spitzenreiter MSG Linden eindrucksvoll bestätigte. Schon in der Anfangsphase fehlte den Gastgebern einiges. Denn nach dem 7:8 durch Johannes Brückel vom Kreis setzte sich Langgöns peu á peu ab. Selbst die taktische Veränderung von einer 3:2:1 Deckung auf eine 6:0-Deckung sowie eine offene Manndeckung stellten Maßnahmen der Gastgeber dar, die sofort verpufften. So ging Langgöns/ Dornholz-hausen mit einer 15:13-Führung in die Pause. Schon in der 40. Minute deutete sich die Vorentscheidung zugunsten der frech aufspielenden Gäste an, als Nico Funk zum 25:19 einwarf. Zwar schaffte Münzenberg noch einmal den Anschluss zum 27:28, doch ein vertendelter Ball im darauffolgenden Angriff passte ins Bild der diesmal harmlosen Heimmannschaft. So setzte das vor Selbstbewußtsein strotzende Gäste-Team von Trainer Marius Naidin sofort wieder nach und sicherte sich einen letztlich deutlichen Erfolg. „Ich muss klar sagen, dass Langgöns verdient gewonnen hat. Die hatten einen Wahnsinnswillen und richtig Biss. Das war eines der schlechtesten Spiele seit ich hier bin, allerdings auch bedingt dadurch, dass wir verletzungsbedingt nicht komplett waren“, ärgerte sich der Münzenberger Trainer.

Tore Münzenberg/Gambach: Metzger (7), Ratz (6/3), Florian Großmann (6/4), Brückel (4), Häuser (3), Zeiß (1), Boller (1) – Tore Langgöns/Dornholzhausen: Schuchmann (8/1), Müller (7), Funke (3), Funk (3), Jänicke (3), Laudt (2), Bepler (2), Rompf (2/1), Brückel (1), Metzger (1), Schwalb (1).

TSV Griedel – HSG Dutenhofen / Münchholzhausen III  32 : 26  ( 16 : 15 )

Den 3. Sieg in Folge konnte der TSV Griedel mit 32 : 26 ( 16 : 15 ) im Heimspiel gegen den Vorletzten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III feiern. Die ersten 30 Minuten verliefen ausgeglichen. Spielmacher Daniel Müller brachte den TSV Griedel mit 1:0 in Führung. Griedel legte vor (3:1, 6:4, 7:5 – 11. Minute), aber die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III blieb immer in Reichweite. Nach dem 8:6 kam die beste Phase im Spiel der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III. In der 15. Spielminute glich die HSG zum 8:8 aus. Griedel ging mit einem verwandelten Siebenmeter noch einmal mit 9:8 in Führung, doch mit drei Toren in Folge drehten die Gäste das Ergebnis auf 9:11. Zwischen der 13. und der 23. Minute konnte der TSV Griedel kein Feldtor erzielen, aber auch die HSG konnte diese Schwäche nicht ausnutzen. So waren die Gastgeber beim Pausen-16:15 wieder in Front. In der 37. Spielminute hatte die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III wieder zum 19:19 ausgeglichen. Dann jedoch zog Griedel über 21:19 auf 24:20 davon. In den nächsten Minuten vergab Griedel einen Tempogegenstoß und einen Siebenmeter und die HSG nutze diesmal diese Chance und konnte wieder auf 24:22 verkürzen. Doch Griedel konterte zum 27:23. Die HSG stellte nun auf eine 4:2 Abwehr um. Dadurch ergaben sich allerdings Freiräume, die Griedel auch nutzte. Nach dem 28:23 war das Spiel entschieden. Griedel verbuchte letztendlich einen 32:26-Arbeitssieg und die die Grün-Weißen standen trotz guter Leistung mal wieder mit leeren Händen da vor dem Abstiegsduell am nächsten Wochenende gegen die SG Kleenheim II.

Tore Griedel: Nuradini (5), Noll (5), Weiß (5/3), Weisel (4), Bambey (3), Stolte (3/1), Leister (3/3), Müller (2), Schmitt (1), Asboe (1) - Dutenhofen/Münchholzhausen: Mehl (8/1), Friederichs (7), Heer (5/1), Torsten Wagner (1), Lang (1), Grumbach (1), Mühlhans (1), Weber (1), Tobias Wagner (1/1).

TSV Kirchhain – SG Kleenheim II  30 : 27 ( 14 : 13 )

Im ersten der beiden so wichtigen Spiele binnen Wochenfrist ist der SG Kleenheim II als Gast des TSV Kirchhain leider kein Sieg gelungen. Die Gastgeber dagegen konnten nach dem Vorwochensieg in Dutenhofen mit dem 30:27 (14:13) –Heimsieg den Vorsprung auf den Tabellenletzten auf 7 Punkte vergrößern. Die Gastgeber starteten gut in die Partie und nötigten die Gäste beim 9:3 in der 17. Minute zur Auszeit. Diese verfehlte nicht ihre Wirkung, denn Kleenheim konnte über 5:9 und 10:13 mit dem Pausenpfiff auf 13:14 verkürzen. Aber auch im zweiten Abschnitt kamen die Hausherren besser aus den Startlöchern. Über 13:15 war Kleenheim beim 16:20 schon wieder vier Tore im Rückstand. Als Mitte der zweiten Halbzeit in der kampfbetonten Partie die Gäste in doppelter Überzahl auf dem Feld standen, nutzte Kleenheim diese Chance, um auszugleichen (21:21). Auch beim 24:24 in der 51. Minute war für Kleenheim der doppelte Punktgewinn noch greifbar. Doch Kirchhain trotzte seinen personellen Problemen und entschied mit Konzentration und größerer Leidenschaft die Partie letztendlich mit 30:27 zu seinen Gunsten. Kleenheim muss nun am nächsten Wochenende als Gast der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen unbedingt punkten, sonst ist die rote Laterne wohl bis zum Saisonende nicht mehr abzugeben.

Tore Kirchhain: Frische (11/2), Kasseckert (6), Ganswind (5), Bittner (3), Packhäuser (2), Hass (2), Büschel (1) – Kleenheim: Fleck (10/2), Löffler (5), Philipp Schäfer (5/1), Kai Klein (3), Heinz (1), Dennis Schäfer (1), Hoyer (1), Biermann (1/1).

HSG Mörlen – SU Nieder-Florstadt  34 : 29  ( 21 : 16 )

Tore Mörlen: Ungerwetter (8/3), Dietz (7), Philipp Möbs (4), Brauburger (4), Hergl (4), Christian Birkenstock (3), See (2), Simon Dönges (1), Cisek (1) – Nieder Florstadt: Odermatt (7), Kipper (6), Wenisch (3), Wolf (3), Jochen Ruhrmann (3), Uwe Ruhrmann (2), Stübing (2),  Frank (1), Kuntze (1), Kaucher (1).

WSV Oppershofen– SG Rechtenbach  29 : 33  ( 14 : 14 )

War die SG Rechtenbach bisher so schwer ins Handballjahr 2011 gekommen, so zeigte man sich zum Spieltagabschluß als Gast des WSV Oppershofen auf den Punkt topfit und hoch konzentriert. Als Gast des stärksten Angriffs der Bezirksoberliga feierte man einen wichtigen 33:29 (14:14)-Auswärtssieg, mit dem man einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Spitze distanzierte. Das Verfolgerduell begann der Tabellensituation entsprechend ausgeglichen. Bis zum 6:5 in der 13. Minute legten die Hausherren immer ein Tor vor. Danach drehte sich das Bild. In der 15. Minute hatte Rechtenbach mit 7:6 die Nase vorne und beim 10:8 (20.) waren es erstmals zwei Tore Vorsprung. Oppershofen blieb allerdings dran und erzielte dreißig Sekunden vor der Pausensirene den 14:14-Halbzeitstand. Auch nach dem Seitenwechsel gelang es zunächst keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzten, so dass nach 43 Minuten ein 20:20 von der Anzeigentafel leuchtete. Danach aber zeigte Rechtenbach die in den vergangenen Spielen so sehr vermisste Entschlossenheit. Die Deckung stand nun besser und die daraus resultierenden Ballgewinne wurden erfolgreich verwertet. So konnte man sich über 22:20 (44.) und 27:24 (51.) durch zwei weitere Tore entscheidend zum 29:24 in der 53. Minute absetzen. Dies war der Sieg. Man hatte Oppershofen, die noch das letzte Heimspiel gegen die SG Langgöns/ Dornholzhausen so souverän gewonnen hatten, geknackt und feierte einen umjubelten 33:29-Auswärtserfolg.

Tore Oppershofen: Siegel (10/3), Roth (5), Kreuzer (5), Jung (4), Winkler (2), Schulz (1), Raab (1), Bergemann (1)- Rechtenbach: Spieß (9), Fay (9/5), Kludt (6), Dinter (4), Schäfer (3), Bepler (1), Gerisch (1).