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Kreis der Titelanwärter wird kleiner

MSG Linden in Rechtenbach erfolgreich – SG Kleenheim II verliert Kellerduell

(mro) Die Wochenend-Spiele in der Handball-Männer-Bezirksoberliga ließen den Kreis der Titelanwärter kleiner werden. Nachdem Tabellenführer MSG Linden bei der SG Rechtenbach mit 26:23 triumphieren konnte und den Gastgebern noch zwei Punkte wegen der Nichterfüllung des Schiedsrichter-Soll gestrichen werden, verabschiedete sich am Sonntag-Abend wohl auch die SG Langgöns/Dornholzhausen mit einer deutlichen 21:31-Heimklatsche gegen den Tabellenzweiten TG Friedberg von den Ambitionen auf Platz 1. Nach einer 23:27-Niederlage bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III im nächsten Schicksalsspiel scheint die SG Kleenheim II den Weg in die Bezirksliga A antreten zu müssen, denn der Rückstand auf den Sieger beträgt nun schon fünf Punkte. In den beiden Wetterau-Derbys bleibt der TSV Griedel nach dem 29:29 gegen die HSG Mörlen in 2011 weiter ungeschlagen und der WSV Oppershofen entführte mit einem 34:31-Auswärtssieg beide Punkte aus Nieder-Florstadt.

SG Rechtenbach – MSG Linden  23 : 26  ( 10 : 16)

Die SG Rechtenbach startete in dieses Spitzenspiel mit dem Rückenwind des Vorwochen-sieges in Oppershofen. So erzielte Andreas Fay nach fünf Spielminuten mit seinem 3. Tor das 3:1 für die Gastgeber. Danach aber arbeitete die, mit einem sehr offensiv agierenden Markus Semmelroth auf der vorgezogenen Position, Lindener Deckung besser und durch sechs Treffer in Folge konnte man in der 15. Minute seinerseits mit 7:3 in Führung gehen (Fehmi Kaplan von Rechtsaußen). Rechtenbach allerdings hielt dagegen und konnte über 5:7 (18.) und 8:10 in der 24. Minute zum 10:10 ausgleichen. Da danach der Tabellenführer in doppelter Unterzahl auf dem Feld stand, erwarteten die Zuschauer eine erneute Wende im Spiel. Doch Nico Piazolla aus dem Rückraum und Alexander Agel nach einem leichtfertigen Ballverlust der SG Rechtenbach machten aus der doppelten Unterzahl eine 12:10-Führung. Rechtenbach war dadurch so geschockt, dass ihnen bis zum Pausenpfiff nichts mehr gelang, so dass sich die MSG Linden auf 16:10 absetzen konnte.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gastgeber ihre vielleicht letzte Chance im Titel-rennen zu wahren. Wieder kam man besser ins Spiel und Michael Hermann verkürzte auf 13:17. Im Anschluß daran sahen die Zuschauer eine ausgeglichene, umkämpfte, Partie. Über die Zwischenstände 15:19 (39.) und 17:21 konnte die MSG Linden bis zur 48. Minute beim 19:23 (Lars Müll vom Kreis in Unterzahl) ihren Vorsprung verteidigen, auch da beide Mannschaften oftmals überhastet abschlossen. Rechtenbach mobilisierte nun noch einmal alle Kräfte und auch eine Auszeit der MSG konnte den 22:23-Anschlußtreffer durch Tobias Beppler nicht verhindern. Doch nun fightete auch der Landesliga-Absteiger. Als vier Minuten vor dem Ende beim Stand von 23:24 Jan Nober und Mark Allendörfer bei der Verhinderung eines Tempogegenstoßes zusammen knallten und regungslos liegen blieben, befürchtete man schön Böses. Doch beide konnten nach einer Behandlung wieder aufstehen und sogar weiter machen. Den durch diesen Einsatz erzielten Ballgewinn nutzte Linden in Person von Nico Piazolla, der einen Strafwurf heraus holte und diesen nervenstark verwandelte. 100 Sekunden vor dem Schlußpfiff dann eine erneute Zeitstrafe gegen Linden, die Rechtenbach im Angriff nicht nutzen konnte. Als man dann die Deckung öffnen musste, fand Linden wieder Mal Lars Müll frei am Kreis, der zum 26:23-Endstand einwarf. Danach gab es kein Halten mehr für die Lindener Spieler die lautstark mit einem Kreis den Auswärtssieg feierten.

MSG-Coach Dirk Langsdorf war zwar froh über die zwei Punkte, gleichzeitig aber auch verärgert, dass „wir in der zweiten Halbzeit zu passiv waren und nicht so mutig weiter gespielt haben“. Rechtenbachs Rückraumspieler Jan Hömke trauerte dagegen „zu vielen individuellen Fehlern und zwei verworfenen Strafwürfen“ nach.

Tore Rechtbach: Fay (8/6), Schäfer (4), Kludt (3), Hermann (3), Bepler (3), Bastian Schmidt (1), Razen (1/1) – Linden: Markus Semmeroth (7/2), Müll (5), Piazolla (4/2), Allendörfer (3), Kaplan (2), Agel (2), Simon Semmelroth (2), Nober (1).  

 

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III – SG Kleenheim II  27 : 23  ( 12 : 11 )

Im Duell der beiden Tabellenletzten musste die SG Kleenheim II unbedingt gewinnen, um nicht schon fast aussichtslos ins Hintertreffen zu gelangen. Dieser Druck lähmte offenbar die Gäste zunächst, so dass Dutenhofen/Münchholzhausen III der bessere Start gelang und nach zehn Minuten mit 6:3 in Front lag. Danach jedoch kam Kleenheim II besser ins Spiel und konnte auch folgerichtig nach 20 Minuten zum 8:8 ausgleichen. Bis zum Pausenpfiff verlief die Begegnung dann ausgeglichen und die Einheimischen nahmen einen knappen 12:11 Vorsprung mit in die Kabinen, den Sascha Friedrichs mit dem Pausenpfiff erzielte.

Auch zu Beginn von Abschnitt zwei das gleiche Bild. Bis zum 17:16 nach vierzig Minuten ging das Spiel hin und her und keine Mannschaft konnte sich einen Vorteil erarbeiten. Danach aber arbeiteten die Grün-Weißen in der Deckung konzentrierter und Torwart Andreas Lang, der seinen ebenfalls starken Kollegen Jonas Unger in der Halbzeit ablöste, zeigte in dieser Phase einige Glanzparaden, so dass man sich auf 21:16 absetzen konnte. Kleenheim II wurde nun in der Deckung offensiver, doch Dutenhofen/Münchholzhausen III hielt dagegen und ließ sich den 27:23-Sieg nicht mehr eintreissen.

Nach Spielende lobte HSG-Coach Thomas Michel seine „aggresive Deckung mit guten Torhütern, mit denen wir den Gegner niedergekämpf haben“.

Auch Kleenheims Co-Trainer Tim Strassheim war mit seinem Team nicht unzufrieden: „Im Gegensatz zum Spiel gegen Kirchhain waren Einstellung und Wille bei uns vorhanden, die Jungs haben 60 Minuten gekämpft.“, was aber nicht zum Sieg reichte.

Tore Dutenhofen/M.: Vogel (9/9), Friedrichs (5), Grumbach (4), Weber (4), Heer (3), Tobias Wagner (1), Torsten Wagner (1) – Kleenheim: Biermann (9), Reusch (4), Fleck (4/2), Häuser (4/4), Dennis Schäfer (1), Philipp Schäfer (1).

 

SG Langgöns/Dornholzhausen – TG Friedberg  21 : 31  ( 10: 17 )

Die Ausgangslage war vor dem Anpfiff nach dem Sieg der MSG Linden am Vorabend klar: Langgöns/Dornholzhausen musste gewinnen, um vielleicht noch eine Chance im Titelrennen zu haben. Dieser Druck lähmte aber die Gastgeber, die bereits im ersten Angriff einen Strafwurf ausließen. Zwar erzielte Jan Schuchmann in der 5. Minute den 1:1-Ausgleich, doch über 2:3 und 3:6 (10.) setzte sich die TG Friedberg bis zur 12. Minute auf 8:4 ab. Als dann noch der Langgönser Jens Müller eine fragwürdige Rote Karte erhielt, die selbst Gäste-Trainer Gert Eifert nach Spielende als „überzogen, da reichen auch eine Zeitstrafe und Siebenmeter“ ansah, war den Gastgebern auch noch die Gefahr aus der zweiten Reihe genommen. Langgöns/Dornholzhausen gelang es in der Folge ohne Rückraumschützen nicht, die konsequente Friedberger Deckung in Schwierigkeiten zu bringen und selbst wenn man mal eine Wurfchance heraus arbeitete, scheiterte man oft an dem starken Ralf Hägele im Gäste-Tor. So setzte sich Friedberg mühelos weiter ab (6:11, 7:13 – 22. Minute) und ging mit einem beruhigenden 17:10 in die Pause. Langgöns/Dornholzhausen kam mit einer agressiveren Körperhaltung aus den Kabinen und wollte sich noch nicht geschlagen geben. Doch zu viele technische Fehler im Spiel nach vorne machten es den Gästen leicht, den Abstand zu halten. So konnten die Gäste munter durchwechseln, ohne dass ein Bruch im Spiel entstand. Spätestens nach 42 Minute beim 15:23 durch den sicheren Strafwurf-Schützen Christian Kammel war das Aufbäumen der SG gebrochen und der Tabellenzweite aus Friedberg ließ sich auch von einer noch offensiveren Deckung nicht aufhalten. Über das 20:29 war es Dennis Glaub mit dem letzten Tagestreffer vorbehalten, einen 10-Tore-Vorsprung zu erzielen. Die Langgönser Zuschauer rieben nach dem Schlußpfiff verwundert die Augen über die schwache Leistung ihrer Mannschaft, die nicht wiederzuerkennen war im Vergleich zu den Siegen gegen den Tabellenführer MSG Linden oder dem Vorwochen-Sieg in der Festung in Münzenberg. Währenddessen war TG-Coach Eifert sehr zufrieden über „eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einer starken Deckung bei nur 21 Gegentoren“.

Tore Langgöns: Schuchmann (6/2), Funk (3), Gath (3), Rompf (3/1), Metzger (2), Müller (1), Funke (1), Schwalb (1), Brückel (1) - Friedberg: Kammel (6/5), Glaub (5), Dietzel (5), Kautz (4), Lebeau (4), Rosenschon (3), Mahr (3), Schäfer (1).

TSV Griedel – HSG Mörlen  29 : 29  ( 14 : 16 )

Tore Griedel: Weiß (8/2), Nuradini (5), Grieb (4), Stolte (4), Jansons (4), Noll (3), Müller (1) – Mörlen: Hergl (6), See (5), Daniel Birkenstock (5), Ungerwetter (5/3), Dietz (2), Christian Birkenstock (2), Cisek (2), Philipp Möbs (2).

SU Nieder-Florstadt- WSV Oppershofen  31 : 34  ( 14 : 18 )

Tore Nieder-Florstadt: Stübing (7/2), Sacks (6/1), Odermatt (4), Kipper (3), Frank (3), Görg (2), Braun (2), Uwe Ruhrmann (1), Jochen Ruhrmann (1), Wolf (1), Kuntze (1) - Oppershofen: Kreuzer (7), Bergemann (6), Mosch (5), Siegel (5/4), Roth (4), Schulz (3), Raab (2), Wagner (1), Winkler (1).

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