Tabellenführer MSG Linden strauchelt in Langgöns
15 Tore von Markus Semmeroth reichen nicht – Dutenhofen/Müncholzhausen III verliert Kellerduell
(mro) Die Spannung an der Tabellenspitze erhöht hat die SG Langgöns/Dornhholzhausen mit dem 34:32-Sieg gegen Nachbar und Spitzenreiter MSG Linden. Da sich die Verfolger TG Friedberg (31:24-Auswärtssieg beim Schlußlicht SG Kleenheim II) und SG Münzenberg/ Gambach (35:32-Erfolg als Gast der HSG Wettenberg II) keine Blösse gaben, beträgt der Vorsprung des Landesliga-Absteigers nur noch einen Punkt. Auch die SG Rechtenbach hat nach ihrem glanzlosen 29:26-Sieg gegen die HSG Mörlen nur zwei Punkte Rückstand.
Im Tabellenkeller konnte die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III die Hochstimmung des Vorwochen-Sieges nicht nutzen und unterlag dem Tabellenvordermann TSV Kirchhain mit dem letzten Wurf mit 25:26. Den Spieltag eröffnete das Wetterau-Derby SU Nieder-Florstadt – TSV Griedel, in dem die Gäste mit 35:31 die Oberhand behielten.
SG Langgöns/Dornholzhausen- MSG Linden 34 : 32 ( 16 : 16 )
Ein packendes Derby bekamen die Zuschauer in Langgöns geboten, wo sich die gastgebende SG mit einem 34:32- (16:16) Heimsieg vielleicht wieder im Titelrennen zurück meldete.
Dabei begann das Spiel so, wie es sich der Spitzenreiter vorgestellt hatte. Mit konzentrieter Deckunsgarbeit konnte man sich bis zur 10. Minute auf 7:4 absetzen und verteidigte diesen Vorsprung auch beim 10:7 (17.). In der Folgezeit war dann jedoch die Fehlerquote im Lindener Angriff zu hoch, was allerdings auch an der nun zulegenden Deckung der Gastgeber lag. So konnte Langgöns/Dornholzhausen schnell zum 10:10 ausgleichen (20.). Auch die abermalige 15:13-Führung der Gäste beantwortete Langgöns mit dem 16:15, ehe Markus Semmelroth (wer sonst ?) den 16:16-Pausenstand markierte.
Langgöns/Dornholzhausen machte nach der Pause dort weiter, wo man aufgehört hatte und legte immer wieder vor. So konnte Rene Gath mit drei Toren in Folge die Hausherren beim 23:20 in Führung bringen. Linden war sich allerdings bewußt, dass ein Sieg vermutlich das Aus für Langgöns im Titelrennen bedeuten würde, und hatte beim 25:25 in der 48. Minute wieder den Ausgleich geschafft. Doch die gastgebende SG holte zum Gegenschlag aus und konnte sich in der 53. Minute beim 29:25 wieder absetzen. Diesem Rückstand lief Linden bis zum Schluß erfolglos hinterher, auch da Sebastian Schmidt im Langgönser Tor im zweiten Abschnitt sehr stark hielt und damit seinen Vorderleuten den Rücken stärkte.
Auf Lindener Seite war ein überragender Markus Semmelroth zu sehr auf sich alleine gestellt. Dagegen trauert Langgöns/Dornholzhausen der schlechten Leistung bei der letztwöchigen Niederlage in Oppershofen nun noch mehr nach, wäre man doch ansonsten noch näher an der Spitze dran.
Tore Langgöns/D.: Funke (8/3),Müller (5), Schuchmann (5), Gath (4), Brückel (4), Funk (3), Metzger (2), Rompf (2), Schwalb (1) – Linden: Markus Semmelroth (15/2), Müll (5), Weber (3), Kaplan (2), Allendörfer (2), Schwellnuss (2), Simon Semmelroth (2), Agel (1).
HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III - TSV Kirchhain 25 : 26 ( 14 : 12 )
Einen herben Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg musste die HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen III im Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellenvordermann TSV Kirchhain hinnehmen, der am Ende mit 26:25 (12:14) beide Punkte entführte.
Die ersatzgeschwächten Gäste gingen sehr konzentriert in dieses wichtige Spiel und starteten mit einer 7:2-Führung. Dann allerdings hatten sich die Grün-Weißen gefangen und konnten beim 10:10 egalisieren, da man in dieser Phase etliche Ballgewinne zu erfolgreich abge-schlossenen Kontern nutzen konnte. Der Aufwärtstrend der Gastgeber wurde dann beim 14:12 allerdings durch den Pausenpfiff unterbrochen. Zu Beginn von Abschnitt zwei gelang Kirchhain rasch der 15:15-Ausgleich. Danach wogte der Kampf hin und her und keiner Mannschaft gelang es, sich etwas abzusetzen. Selbst die 25:23-Führung von Dutenhofen/ Münchholzhausen wurde von den Gästen beim 25:25 wieder ausgeglichen. In den letzten drei Spielminuten musste nun die Entscheidung fallen, und HSG-Trainer Thomas Michel monierte nach Spielende, dass man da „zu viele Chancen für die Entscheidung nicht nutzen konnte“. So kam es, wie es kommen musste, denn Kirchhain erzielte zehn Sekunden vor Schluß mit dem letzten Angriff den Siegtreffer.
Tore Dutenhofen/M.: Friedrichs (5), Vogel (5/3), Grumbach (4), Weber (3), Mehl (3), Torsten Wagner (2), Agel (2/1), Mühlhans (1) – Kirchhain: Reuscher (10), Frische (7/4), Bittner (3), Kasseckert (3), Morbitzer (2), Loose (1).
SG Kleenheim II – TG Friedberg 24 : 31 ( 12 : 14 )
Auch gegen die vierte Spitzenmannschaft der Liga in Folge reichte es für die Kleenheimer trotz einer couragierten ersten Halbzeit nicht zu etwas Zählbarem.
Kai Klein konnte beim 4:4 (14.) erstmals für den Tabellenletzten ausgleichen. Beim 10:10 (29.) gelang Marius Reusch der insgesamt vierte Gleichstand im ersten Durchgang.
Nach dem 12:14-Pausenrückstand allerdings „hatten wir wieder unsere obligatorischen fünf Minuten“, sagte Kleenheims Co-Trainer Tim Strassheim, denn Friedberg zog auf 16:11 (35.) davon. Beim 21:14 (42.) durch Thorsten Dietzel für die Gäste war die Partie vor 80 Zuschauern in Oberkleen so gut wie vorentschieden. Kleenheim II bemühte sich zwar und verkürzte noch einmal auf 20:26 (53.) durch einen verwandelten Siebenmeter von Sebastian Fleck. Leider fehlte aber bei dem verletzten und angeschlagenen Kleenheimer Neuzugang Philipp Schäfer die Kraft für 60 Minuten, sonst wären wohl mehr als fünf Tore heraus gesprungen. Die Kleenheimer 24:31-Niederlage ist schließlich um zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen. „Wir haben dann nach der Pause auch den Kopf verloren, der Friedberger Sieg war verdient, aber zu hoch“, sagte Tim Strassheim. Bei Kleenheim II gefielen die beiden Torhüter Björn Finholdt und in den letzten 20 Minuten A-Jugend-Torhüter Rene Krauß.
Tore Kleenheim II: Philipp Schäfer (5), Reusch (5), Fleck (5/4), Biermann (4), Dietz (3), Kai Klein (2) - Friedberg: Kammel (5/2), Lebeau (4), Kahabka (4), Glaub (4), Rosenschon (4/3), Dietzel (3), Zinnel (3), Belz (2), Mahr (1), Timm Schäfer (1).
SU Nieder-Florstadt – TSV Griedel 31 : 35 ( 16 : 18 )
Im vorgezogenen Spiel des 15. Spieltages der HH-Bezirksoberliga siegte der TSV Griedel am Freitagabend bei der SU Nieder-Florstadt verdient mit 35:31 (18:16) Toren. Mit dem zweiten Sieg in Folge hat die Mannschaft von Trainer Michael Zehner zum Rückrundenstart 4:0 Punkte geholt. Zum Saisonstart musste der TSV Griedel noch gegen Rechtenbach und Florstadt zwei Niederlagen hinnehmen. Der TSV Griedel konnte mit diesem Sieg seine Auswärtsbilanz bei 8:8 Punkten ausgleichen. Griedel bestimmte von Anfang an das Spiel und konnte bis auf eine Ausnahme immer eine Führung behaupten. Schwachpunkt auf Griedeler Seite war die mangelnde Chancenverwertung, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Artan Nuradini traf zum 1:0. Nach dem Ausgleich erzielte Moritz Bambey von Linksaußen das 2:1 und Timm Weiß erhöhte vom Kreis auf 3:1. Nach dem Anschluss erzielte Michel Stolte, auf Vorarbeit von Timm Weiß, das 4:2. Der schnelle Griedeler Rechtsaußen Frederic Noll war nach acht Minuten mit einem Tempogegenstoß zum 5:2 erfolgreich. Leider zog sich Moritz Bambey schon zu diesem frühen Zeitpunkt eine Rückenverletzung zu und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Gute Besserung! Mit einem platzierten Wurf in den Winkel markierte Artis Jansons das 6:3. Florstadt konnte auf 6:5 verkürzen. Spielmacher Sören Asboe (2) und Jan Leister mit einem Siebenmeter hatten nach 16 Spielminuten beim 9:6 den alten drei Tore Abstand wieder hergestellt. Florstadt konnte über ihre starke linke Angriffsseite auf 9:8 verkürzen. Aber immer wenn Florstadt verkürzte, konnte sich Griedel in der Folgezeit wieder absetzen. Timm Weiß traf zum 10:8, Frederic Noll mit einem Tempogegenstoß zum 11:8 und Michel Stolte verwandelte einen Siebenmeter zum 12:8. Frederic Noll erzielte das 13:9 und Timm Weiß erhöhte auf 14:9. Nach dem 14:11 schloss Spielmacher Daniel Müller einen schönen Spielzug zum 15:11 ab. In den nächsten Minuten konnte Griedel durch Tore von Michel Stolte (2) und Frederic Noll bis zum 18:14 den Vorsprung halten. Durch eine Unterzahlsituation kurz vor der Pause musste Griedel noch zwei Tore zum 18:16 Halbzeitstand hinnehmen. Das Fazit der 1. Halbzeit war, dass der TSV Griedel, bei besserer Chancenverwertung, hätte höher führen müssen, so konnte Florstadt bis zum Pausenpfiff den Anschluss wieder herstellen. Zu Beginn der zweiten 30 Minuten glich Florstadt zum 18:18 aus. Die Linkshänder Frederic Noll und Artis Jansons brachten den TSV Griedel wieder mit 20:18 in Führung. Florstadt verkürzte auf 20:19. Nach zwei vergebenen Siebenmetern übernahm Timm Weiß Verantwortung und verwandelte seinen ersten Siebenmeter zum 21:19. Frederic Noll erzielte das 22:20. Florstadt glich zum 22:22 aus. Artan Nuradini traf für den TSV zum 23:22. Mit zwei Toren in Folge zum 24:23 konnte Florstadt zum einzigen Mal in diesem Spiel in Führung gehen. Timm Weiß behielt Nervenstärke vom Siebenmeterpunkt und glich zum 24:24 aus. Sören Asboe, der von der Florstädter Abwehr viel einstecken musste, brachte den TSV Griedel wieder mit 25:24 nach vorne. Den erneuten Ausgleich beantwortete Timm Weiß mit zwei Toren zum 27:25. Florstadt schaffte beim 27:27 noch einmal den Ausgleich. Timm Weiß erzielte in der 51. Spielminute das 28:27 und Artis Jansons und Michel Stolte erhöhten auf 30:27. Nach 54.06 Minuten erhielt Griedel zwei Zeitstrafen und musste in doppelter Unterzahl spielen. Florstadt verkürzte auf 30:28. In dieser wichtigen Spielphase gelang Marc Schmitt das wichtige 31:28. Nach dem 31:29 setzte sich Timm Weiß am Kreis durch und erzielte das 32:29. Mit einem verwandelten Siebenmeter zum 33:29 durch Timm Weiß war das Spiel zwei Minuten vor dem Ende entschieden. Michel Stolte und Frederic Noll waren für die letzten Griedeler Tore zum 35:30 verantwortlich. Mit dem Schlusspfiff traf Florstadt mit einem Siebenmeter zum 35:31 Endstand. Mit diesem Auswärtssieg festigte der TSV Griedel bei 14:14 Punkten den 7. Tabellenplatz in der HH-Bezirksoberliga.
Tore Nieder-Florstadt: Stübing (14/8), Odermatt (5), Kipper (5), Wolf (3), Jochen Ruhrmann (2), Kuntze (1), Sacks (1) - Griedel: Weiß (10/4), Noll (7), Stolte (6/2), Jansons (3), Asboe (3), Nuradini (2), Schmitt (1), Müller (1), Bambey (1), Leister (1/1).
SG Rechtenbach – HSG Mörlen 29 : 26 ( 13 : 13 )
Weiterhin ein Rätsel gibt die Form der SG Rechtenbach auf. Zwar gelang ein 29:26-Heimsieg gegen die HSG Mörlen, doch im Stile eines Meisterschafts-Mitfavoriten war auch dieser Auftritt vor heimischen Publikum wieder nicht.
Dabei starteten die Gastgeber, gestützt auf eine harmonierende 3:2:1-Deckung, gut und waren schnell mit 5:1 in Front. Doch Zeitstrafen und technische Fehler luden Mörlen zu Tempo-gegenstößen ein und ließen diese beim 6:6 ausgleichen. Danach konnte Rechtenbach zwar weiter seine Führung behaupten, mit mehr als zwei Toren konnte man sich aber nicht absetzen. So war auch beim Pausenpfiff (13:13) die Partie weiter ausgeglichen.
Dass die Rechtenbacher Mannschaft zur Zeit offenbar etwas verunsichert ist, nutzte Mörlen mit einem Blitzstart nach Wiederanpfiff zur eigenen 17:13-Führung. Doch Rechtenbach machte nun im Angriff mehr Tempo und nutzte die dadurch herausgespielten Lücken, um beim 18:18 wieder auszugleichen. Nun war man in Fahrt und beim 25:22 konnte man erstmals in der zweiten Halbzeit eine 3-Tore-Führung erzielen. Auch eine offene Deckung von Mörlen brachte zwar etwas Verwirrung, die Punkte ließ sich die SG Rechtenbach aber nicht mehr nehmen.
Tore Rechtenbach: Fay (5/1), Schäfer (4), Spieß (4), Schmidt (4), Razen (4/2), Hömke (3), Gerisch (2), Kludt (1), Bepler (1), Dinter (1) – Mörlen: Dönges (6), Philipp Möbs (4), Johannes Möbs (3), Daniel Birkenstock (3), Ungerwetter (3/2), Christian Birkenstock (2), Dietz (2), See (1), Kipp (1), Cisek (1).
HSG Wettenberg II - SG Münzenberg/Gambach 32: 35 ( 15 : 19 )
Die Wettenberger Heimstärke reichte auch dieses Mal wieder nur dazu, ein Top-Team der Liga zu ärgern und zu fordern, die Punkte musste man aber am Samstag den Gästen der SG Münzenberg/Gambach überlassen.
Die Anfangsviertelstunde verlief noch ausgeglichen mit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Doch nach dem 10 : 10 kam ein Bruch ins Wettenberger Spiel. In Abwehr und Angriff wurden einfache Fehler produziert, die von den cleveren Gästen im Stile einer Spitzen-mannschaft eiskalt ausgenutzt wurden. Dabei bekamen die Hausherren besonders die beiden Münzenberger Aussenspieler Steffen Häuser und Timo Metzger, die zusammen 15 Tore erzielten, nicht in den Griff. So setzte sich der Tabellenzweite über 11 : 16 bis zum 15 : 19 Pausenstand ab. Auch in der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Durch eigene Unzulänglich-keiten standen sich die Wettenberger immer wieder selbst im Wege um das Spiel noch zu drehen. Die Gäste aus der Wetterau überstanden jede brenzlige Situation ohne Schaden und konnten über die Stationen 22 : 28 (43.Min.) und 30:34 (57. Min) einen verdienten Auswärtssieg einfahren.
Tore Wettenberg: Olbert (7), Stroh (7/2), Sascha Kreutz (5), Schmitz (3), Briel (3), Nicolai (3), Stephan (2), Felix Kreutz (2) - Münzenberg/Gambach: Häuser (8), Metzger (7), Florian Großmann (6/4), Brauburger (4), Ratz (3), Brückel (2), Repp (2), Mandler (1), Mogk (1), Pangborn (1).








