© TSV Lützellinden

(awo). Die Handballer der MSG Linden sind in der Landesliga Mitte knapp an einer Sensation vorbeigeschrammt. In einer vorgezogenen Partie des vorletzten Spieltags verlor das Team von Trainer Dirk Langsdorf bei den seit Wochen als Meister feststehenden TSF Heuchelheim mit 25:26 (12:15). Zehn Sekunden vor Schluss hatte ausgerechnet der in der Vorwoche noch überragende Dominic Graf Pech bei einem Tempogegenstoß, als er freistehend an Heuchelheims Torwart Michael Rocksien scheiterte und somit die große Ausgleichschance vergab.
Die Szene war symptomatisch für die Begegnung: „Rocksien hat uns mit seinen Paraden den Zahn gezogen“, sagte Langsdorf und fügte hinzu: „Wir haben einfach über 60 Minuten zu viele Bälle vergeben.“ Aber der MSG-Coach zog trotz der Pleite ein überaus positives Fazit der Partie. „Wir haben taktisch und kämpferisch voll überzeugt.“ Vor allem angesichts der weiterhin angespannten und am Donnerstag durch das Fehlen von Nils Hieronymus und Steffen Mehl noch einmal verschärften personellen Situation war der Auftritt der Lindener in der Heuchelheimer Sporthalle beachtlich.
 Die in Bestbesetzung angetretenen Gastgeber, die im Anschluss an das Derby ihre tolle Saison gemeinsam mit den Fans feierten, kamen zu Beginn überhaupt nicht mit der Spielweise der MSG zurecht. Linden versuchte, das Tempo aus der Partie zu nehmen und wartete geduldig auf die sich bietenden Chancen. Bis zum 8:8 (15.) blieb die Begegnung ausgeglichen, ehe die Gäste immer häufiger an Rocksien scheiterten. Heuchelheim zog bis zur Pause auf 15:12 davon und baute den Vorsprung bis neun Minuten vor dem Ende auf 24:19 aus. 
Die Partie schien gelaufen. Doch die MSG, bei der sich Torwart Uwe Bonn in der Schlussphase als starker Rückhalt erwies und Daniel Textor im Angriff Akzente setzte, kam noch einmal zurück. In der 57. Minute erzielten die Lindener das 24:25 und versuchten, nach dem abermaligen Anschlusstreffer zum 25:26 in den abschließenden 20 Sekunden mit einer offenen Manndeckung noch einmal in Ballbesitz zu kommen. Was Dominic Graf auch gelang, aber letztlich scheiterte.
„Jetzt stehen wir“, so seufzte Langsdorf, „mit leeren Händen da. Ein Punkt hätte und gut getan.“ Ein Sieg im letzten Saisonspiel in einer Woche zu Hause gegen den TV Breckenheim ist nun Pflicht, um den Abstieg aus der Landesliga zu verhindern. „Im Hinblick auf diese Partie war das Ergebnis in Heuchelheim aber wichtig. Jeder dachte ja wir werden abgeschlachtet“, sagte Langsdorf.
Heuchelheim: Rocksien, Schwarz – van Gellecom (1), Björn Hofmann (5/2), Bley (4), Sascha Hofmann, Heimscheid, Abbas Kaplan (6), Fehmi Kaplan, Warakuta, Henß (3), Schmidt (5), Hüttenberger.
Linden: Bopf, Bonn – Reiter, Graf (3), Müll (4), Agel, Felix Müller, Nober (3), Schäfer (2), Keiner, Piazzolla (6/2), Textor (7/2).
Schiedsrichter: Kopf/von Berg (Griedel/Friedberg) – Zuschauer: 250 – Zeitstrafen: Heuchelheim zwei (Bley, Henß), Linden keine.

 

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