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Langsdorf-Team trotzt den Problemen
Landesliga Mitte: MSG Linden – TSG Ober-Eschbach 30:29
 
(awo). Mit einem wahren Kraftakt hat die MSG Linden in der Handball-Landesliga Mitte der Männer einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht, muss aber nach dem 30:29 (15:13)-Heimsieg gegen die TSG Ober-Eschbach weiter um den Liga-Verbleib zittern.
 
Doch der Erfolg gegen den Tabellenzweiten sorgte bei den Lindener nach zuvor vier Niederlagen in Folge für ein wenig Aufheiterung: „Wir haben endlich mal den ganzen Problemen getrotzt“, strahlte MSG-Trainer Dirk Langsdorf und verteilte an seine Mannschaft ein großes Sonderlob: „Wir haben kämpferisch absolut überzeugt und auch das nötige Glück angestrengt.“ Was aber auch nötig war, denn auf die ohnehin schon lange Ausfallliste des letztjährigen Bezirksoberliga-Meisters gesellten sich am Wochenende mit Torwart Uwe Bonn (krank) und dem wegen Rückenproblemen nur 15 Minuten einsetzbaren Nico Piazzolla zwei weitere wichtige Stützen. Zu Beginn ließ sich Linden davon nicht beeindrucken und startete furios. „Die Mannschaft hat richtig gebrannt“, erklärte Langsdorf die frühe Vier-Tore-Führung (5:1, 8.), die aber in den folgenden Minuten mehr und mehr bröckelte. Vor allem deswegen, weil sich die MSG zu viele Fehler im Angriffsspiel leistete und Ober-Eschbach – ebenfalls personell arg geschwächt – diese clever ausnutzte und folgerichtig beim 7:7 (16.) den Ausgleich erzielte. Bis kurz vor der Halbzeit blieb die Partie eng (11:11, 26.), ehe die Gastgeber, die bei eigenem Ballbesitz längst wieder besonnener agierten, zur Pause noch einmal auf 15:13 erhöhten. Bis zum 17:14 (34.) war die Lindener Welt dann noch in Ordnung, aber in der Folgezeit riss so ein bisschen der Faden. „Da hat uns vor allem Mathias Witzke Probleme bereitet“, sagte Langsdorf. Der torgefährliche TSG-Linkshänder brachte seine Mannschaft beim 22:20 (42.) erstmals mit zwei Toren in Front. Und da zur gleichen Zeit Lars Müll wegen seiner dritten Zeitstrafe das Spielfeld verlassen musste, deutete nur wenig auf den dringend benötigten Heimsieg der MSG hin. Doch der Aufsteiger ließ sich nicht hängen. Vor allem die jungen Spieler rissen nun das Ruder rum: Daniel Textor erzielte innerhalb weniger Minuten drei wichtige Tore, der am Samstag von der ersten Minute an überragende Rechtsaußen Dominic Graf behielt seine Treffsicherheit bei und der in den linken Rückraum beorderte Jan Nober bewies seine Torgefährlichkeit. Als dann Mathias Witzke nach grobem Foulspiel an Dominic Graf acht Minuten vor dem Ende die rote Karte sah, wendete Linden endgültig das Blatt. Aus dem 27:27 machten die Hausherren rasch ein 29:27 und als Jan Nober dann 60 Sekunden vor Schluss das 30:28 erzielte, „war der Sack zu“, wie Dirk Langsdorf bemerkte und zwei wichtige Zähler unter Dach und Fach.
Linden: Bopf, Schwab – Graf (8), Mehl (1), Müll (2), Agel (1), Felix Müller (1), Piazzolla (2/1), Textor (4/1), Hieronymus (3/1), Nober (3), Schäfer (5).
Ober-Eschbach: Fritzel, Grauer – Seel, Salzer (3), Kalmann (1), Witzke (6), Mohr, Maurath (6/3), Kaulfuß (1), Mertens (5), Hahne (2), Jung (3), Gottlieb (1).
Schiedsrichter: Finger/Friedel (Großwallstadt/Kirchzell) – Zuschauer: 150 – Zeitstrafen: Linden sechs (Graf zwei, Müll drei/Disqualifikation 42., Piazzolla), Ober-Eschbach sieben (Witzke zwei, Kaulfuß zwei, Mertens, Jung) – Disqualifikation: Witzke (52., Ober-Eschbach) wegen groben Foulspiels.

 

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