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Siegesserie der SG Langgöns/Dornhholzhausen beendet

MSG Linden Derbysieger gegen HSG Wettenberg II – Dutenhofen/Müncholzhausen III mit Auswärtssieg

(mro) Im torreichsten Spiel des Spieltages gelang der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III mit dem 41:40-Auswärtssieg bei der SU Nieder-Florstadt ein wichtiger Sieg im Abstiegs-kampf. Tabellenschlusslicht SG Kleenheim II dagegen wurde für seine gute Leistung nicht belohnt und unterlag beim Favoriten SG Münzenberg/Gambach mit 25:30. Ebenso punktlos blieb im Tabellenkeller der TSV Kirchhain beim 22:33 gegen den Tabellenzweiten TG Friedberg. Etwas den Kontakt zur Spitze abreissen lassen muss allerdings die SG Rechten-bach nach der 26:27-Niederlage am Freitag abend beim TSV Griedel. Dadurch konnte die MSG Linden nach Minuspunkten ihren Vorsprung durch einen 29:26-Erfolg gegen die HSG Wettenberg vergrößern. Nach acht Siegen in Folge erstmals wieder als Verlierer vom Platz ging die SG Langgöns/Dornholzhausen, die durch die 30:37-Niederlage beim WSV Oppershofen nun schon sechs Minuspunkte von der Spitze entfernt ist.

 

MSG Linden - HSG Wettenberg II  29 : 26  ( 14 : 9 )

Einen über weite Strecken des Spieles souveränen Sieg im Sportkreis-Derby landete Spitzenreiter MSG Linden beim 29:26 (14:9) gegen die HSG Wettenberg II.

Die Gastgeber begannen wieder, wie auch vor Wochenfrist in Kleenheim, wie die Feuerwehr und führten nach sechs Minuten mit 4:0. Wettenberg war geschockt, konnte aber beim 6:3 (11.) leicht verkürzen. Der Landesliga-Absteiger trat aber weiter konzentriert auf, vergrößerte seinen Vorsprung wieder (13:7 – 25. Minute) und ging mit einem 14:9-Vorsprung in die Pause. Auch im zweiten Abschnitt hatte die MSG Linden den besseren Start und erhöhte auf 19:13 (37.). Die Partie war nun lebhafter als noch im ersten Abschnitt, wobei der Tabellen-führer, gestützt auf seine gute Defensive, sich bis zur 48. Minute spielentscheidend auf 24:16 absetzen konnte. Da nun aber wieder, wie schon so oft, sich der Schlendrian ins Lindener Spiel einschlich, war Wettenberg nur fünf Minuten später auf einmal wieder bis auf drei Tore heran gekommen (25:22). Zu mehr sollte es allerdings für die Gäste nicht mehr reichen, da die MSG das Spiel routiniert nach Hause brachte.

Tore Linden: Markus Semmelroth (9/2), Simon Semmelroth (6/1), Schwellnuss (4), Allendörfer (3), Nober (2), Müll (2), Piazolla (2), Weber (1) - Wettenberg: Stroh (6/3, Briel (5/1), Schmitz (4), Büsse (3), Olbert (3), Kreutz (3), Fähler (1), Paul (1).   

 

WSV Oppershofen – SG Langgöns/Dornholzhausen  37 : 30  ( 19 : 15 )

Der stärkste Angriff der Handball-Bezirksoberliga der Männer beendete die acht Spiele währende Siegesserie der SG Langgöns/Dornholzhausen und rehabilitierte sich für die Vorwochen-Niederlage bei Aufsteiger HSG Wettenberg II. Mit 37:30 (19:15) besiegte der WSV Oppershofen die Mannschaft von Trainer Marius Naidin.

Die Langgönser kamen wesentlich besser aus den Startlöchern als die Hausherren und führten nach fünf Minuten mit 4:1. Oppershofen steigerte sich dann deutlich in der Abwehr und legte hier eine sehr engagierte Leistung auf das Parkett. Lohn der Mühen waren vier Treffer in Folge und die erste eigene Führung beim 5:4 (10.). Aus dem 5:5 (Rene Funke/10.) machte der WSV ein 8:5 (13.). Das 8:11 (Jens Müller/17.) beantworteten die Gastgeber mit drei weiteren Treffern in Folge zum 8:14 (20.). Nach 22 Minuten hatte die starke WSV-Abwehr bereits den zehnten technischen Fehler der SG provoziert. Die Gäste ließen sich jedoch noch nicht ganz abschütteln und kämpften sich nach dem 16:11 (26.) wieder auf 17:15 (Funk/30.) heran. Oliver Roth und Oliver Jung sorgten dann für die komfortable 19:15-Pausenführung der Wetterauer.

Entschieden wurde die Partie zu Beginn der zweiten Halbzeit. Steffen Roth im Oppershofener Gehäuse „vernagelte“ fast sieben Minuten lang seinen Kasten und erst im neunten Anlauf mit einem wiederholten Siebenmeter gelang Schuchmann der erste Gästetreffer im zweiten Abschnitt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der WSV schon dreimal getroffen, so dass es nun 16:22 stand. Dieser Rückstand erhöhte sich bis zur 39. Minute sogar auf 17:24 – die erste Heim-Führung mit sieben Treffern. Naidins Truppe gab jedoch nicht auf und war beim 20:24 (Schwalb/42.) noch einmal zurück im Spiel. Der WSV konterte durch Kreuzer zum 27:21, was die Gäste zu einer Auszeit veranlasste (47.). Doch näher als auf fünf Treffer kam die SG gegen die an diesem Tage einfach stärkeren Oppershofener trotz nun offensiverer Abwehr nicht mehr heran. Der größte Abstand lag beim 34:26 (55.) zwischen beiden Teams. Unter dem Strich stand dann ein verdienter 37:30-Erfolg der Gastgeber.

Tore Oppershofen: Siegel (12/5), Kreuzer (9), Jung (7), Raab (3), Roth (3), Winkler (2), Bergemann (1) - Langgöns/Dornholzhausen:Müller (8), Funk (5), Funke (4), Schuchmann (4/1), Metzger (4/2), Brückel (3), Schwalb (2), Schuchmann (4/1).

 

SU Nieder-Florstadt - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III  40 : 41  ( 18 : 19 )

Gut erholt von dem Vorwochen-Debakel in Friedberg zeigte sich die HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen III beim Gastspiel in Nieder-Florstadt. Beim „Tag der offenen Tür“, an dem die Torleute auf beiden Seiten kaum Bälle hielten, konnte man einen, im Kampf gegen den Abstieg, wichtigen 41:40 (19:18) -Auswärtssieg feiern.

Anders als vor Wochenfrist waren die Grün-Weißen von Beginn an hellwach und konnten das Spiel ausgeglichen gestalten. Im Angriff hatte man eine wesentlich verbesserte Durchschlags-kraft zu verzeichnen, so dass man mit einer 19:18-Führung in die Kabinen gehen konnte. Auch nach dem Seitenwechsel setzte Dutenhofen/Münchholzhausen das erfolgreiche Spiel fort und nutzte einige Schwächen der Gastgeber, um sich schnell mit 25:20 abzusetzen.

Diese Führung hatte Mitte der zweiten Halbzeit auch beim 30:25 Bestand, ehe Nieder-Florstadt wieder stärker aufkam und acht Sekunden vor Spielende den 40:40-Ausgleich markierte. Doch Dutenhofen/Münchholzhausen war selbst mit dem einen Punkt nicht zufrieden, führte den Anwurf schnell aus und erzielte mit dem Schlußpfiff sogar den nicht unverdienten Siegtreffer. Dieser Sieg sollte Selbstvertrauen geben für das Heimspiel am nächsten Sonntag gegen den nun punktgleichen TSV Kirchhain.

Tore Nieder-Florstadt: Stübing (11/1), Kipper (8), Odermatt (5), Kaucher (4), Wolf (4), Frank (3), Braun (2), Kuntze (2), Sacks (1) – Dutenhofen/M.: Friedrichs (12), Torsten Wagner (7), Heer (7/2), Weber (6), Mehl (6), Tobias Wagner (2), Grumbach (1).

 

SG Münzenberg/Gambach – SG Kleenheim II  30: 25  ( 11 : 12 )

Trotz guter Leistung wiederum mit leeren Händen stand die SG Kleenheim II nach dem Gastspiel beim Tabellendritten SG Münzenberg/Gambach da. Wie schon am Vorwochenende beim Heimspiel gegen die MSG Linden konnte man sich erneut gegen ein Spitzenteam gut aus der Affäre ziehen, blieb aber bei der 25:30-(12:11) Auswärtsniederlage punktlos und hat nun durch den Sieg der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III bereits drei Punkte Rückstand zum Vorletzten.

Lange Zeit konnte der Underdog SG Kleenheim II die SG Münzenberg/Gambach ärgern.

Kleenheim setzte gleich mit dem Treffer zum 1:0 ein kleines Zeichen und zog unter anderem durch Treffer von Christian Häuser und Johannes Biermann auf 11:5 davon. Nach einer Auszeit schaffte es Münzenberg dann bis zur Pause auf 11:12 heranzukommen.

Im zweiten Durchgang wurde es richtig spannend, als die Gastgeber kurz nach dem Wiederanpfiff zum 12:12 ausglichen. Kleenheim ließ sich davon (noch) nicht beeindrucken und legte immer wieder einen Treffer vor. Erst ab der 44. Minute wendete sich das Blatt endgültig. Timo Metzgers Tor zum 22:19 war wegweisend, Björn Mandlers knallharter Wurf von Rechtsaußen zum 27:22 vorentscheidend. Vorne war es vor allem die Flügelzange Timo Metzger und Steffen Häuser, die Kleenheim letztlich den Zahn zog.

Bei der SGK stellt sich Trainer Straßheim der Realität: „Langsam müssen wir natürlich punkten. Aber wir haben zum Auftakt die vier Topklubs und wie schon gegen Linden haben wir uns wieder gut verkauft. Das stimmt uns zuversichtlich.“ Ein Sonderlob verteilte Münzenbergs-Trainer Stefan Mappes an die tapfer kämpfende SGK: „Kleenheim hat ein richtig starkes Spiel gemacht. Ich denke, dass sollte man auch mal würdigen.“

Tore Münzenberg/Gambach: Metzger (8), Ratz (7/3), Häuser (5), Brauburger (3), Boller (2), Florian Großmann (1), Repp (1)  Brückel (1), Mandler (1), Pangborn (1) - Kleenheim II:  Häuser (7/2), Biermann (6), Reusch (4), Evenius (2), Fleck (2), Schäfer (2), Björn Klein (1), Löffler (1).

 

TSV Griedel – SG Rechtenbach  27: 26  ( 14 : 12 )

In einem guten Spiel in der HH-Bezirksoberliga zum Auftakt des 14. Spieltages siegte der TSV Griedel am Freitagabend mit 27:26 (14:12) gegen einen Favoriten um die Meisterschaft der Bezirksoberliga, die SG Rechtenbach. Die Griedeler Mannschaft von Trainer Michael Zehner zeigte eine couragierte Leistung, gute Einstellung und kämpfte in der Abwehr um jeden Ball. Im Gegensatz zur Niederlage in Langgöns präsentierte sich der TSV Griedel stark verbessert und durch die gute Abwehrarbeit kam das Team zu einem verdienten Sieg. Nach den Ausfällen von Dirk Boller, Sebastian Tazelaar und Dorian Blume kam nach langer Pause wieder Marc Schmitt zum Einsatz und obwohl mit Trainingsrückstand konnte Marc Schmitt in der hektischen Schlussphase der Mannschaft helfen. Die Rechtenbacher 1:0 Führung drehten Moritz Bambey und Artis Jansons zum 2:1. Frederic Noll erzielte das 3:2. Nach dem 3:4 glich Artan Nuradini zum 4:4 aus. In den nächsten Minuten legte Rechtenbach vor, Griedel konnte aber immer postwendend ausgleichen. Mit einem Tempogegenstoß traf Frederic Noll zum 5:5. Linksaußen Moritz Bambey setzte sich energisch durch und war zum 6:6 erfolgreich. Auf Griedeler Seite stellte Trainer Michael Zehner auf eine 5:1 Abwehr um, diese Maßnahme sollte sich immer weiteren Spielverlauf bezahlt machen. Artan Nuradini, der sich trotz seiner Rückenverletzung in den Dienst der Mannschaft stellte und ein starkes Spiel machte, glich zum 7:7 aus. Nach dem 7:8 setzte sich Timm Weiß am Kreis durch und traf zum 8:8. Die Umstellungen in der Griedeler Abwehr brachten das konzeptionelle Angriffsspiel der Rechtenbacher ins stocken. Nach 16 Spielminuten brachte Michel Stolte seine Farben mit 9:8 in Führung und Artis Jansons legte zum 10:8 nach. Nach dem 11:9 durch Daniel Müller hatte Rechtenbach nach 21 Minuten wieder den Ausgleich zum 11:11 geschafft. In den nächsten sechs Minuten konnte jede Mannschaft nur ein Tor (Artan Nuradini) zum 12:12 erzielen. Sören Asboe vollendete einen Spielzug zum 13:12 und Michel Stolte verwertete einen Tempogegenstoß zum 14:12 Halbzeitstand. Trainer Michael Zehner fand in der Pause die richtigen Worte und seine Mannschaft kam konzentriert aus der Kabine. Michel Stolte verwandelte einen Siebenmeter zum 15:13 und Artan Nuradini erhöhte mit zwei Tempogegenstößen auf 17:13. Im weiteren Spielverlauf konnte Griedel immer einen drei bis vier Tore Vorsprung halten. Der Ex-Griedeler Andreas Fay, der in der ersten Halbzeit der TSV-Abwehr zu schaffen machte, scheiterte mit seinen Würfen in der zweiten Hälfte am starken Mittelblock des TSV Griedel. Artan Nuradini und Frederic Noll erzielten die Treffer zum 19:16. Michel Stolte verwandelte seinen zweiten Siebenmeter zum 20:17. Bis zum 23:20 durch Tore von Timm Weiß, Frederic Noll und Artan Nuradini hielt Griedel den Vorsprung. In der 48. Spielminute erhielt Griedel eine Zweiminutenstrafe und Rechtenbach nutzte die Überzahl routiniert aus und kam zum 23:23 Ausgleich. Viele in der Sporthalle dachten, dass der Favorit sich nun durchsetzen würde, aber die Griedeler Mannschaft wollte sich nicht um den Lohn ihrer Arbeit bringen lassen. Sören Asboe brachte den TSV Griedel wieder mit 24:23 in Führung. Nach 52 Minuten glich Rechtenbach zum 24:24 aus. Das Spiel stand auf des Messers Schneide, die Spannung war spürbar. Rechtenbach gelang das 25:24. Nach einem Foul an Timm Weiß verwandelte Artan Nuradini den fälligen Siebenmeter sicher zum 25:25. In den letzten zehn Minuten kam Marc Schmitt zum Einsatz und gab der Abwehr zusätzliche Sicherheit. Nach einem eroberten Ball in der Abwehr, prellte Marc Schmitt über das gesamte Spielfeld und spielte Kreisläufer Timm Weiß frei, der Griedel wieder mit 26:25 in Führung brachte. Rechtenbach gelang noch einmal der Ausgleich zum 26:26. Knapp eine Minute vor Spielende gelang Frederic Noll das vielumjubelte 27:26. Nach 59.18 Minute nahm Rechtenbach noch eine Auszeit. In der verbleibenden Zeit kämpfte die Griedeler Abwehr, wie auch die 59 Minuten vorher, hervorragend und ließ Rechtenbach nicht mehr zum Abschluss kommen. Nach dem Schlusspfiff war die Freude groß auf Griedeler Seite. Hauptgrund für den Erfolg war die starke, kämpferische Abwehrleistung der Mannschaft, dadurch kam die individuelle Klasse der Rechtenbacher Leistungsträger nicht wie gewohnt zum Tragen. Michael Razen, der Rechtenbacher Mannschaftsführer, gratulierte nach Spielende als fairer Sportsmann, dem TSV Griedel zum verdienten Sieg.

Tore Griedel: Artis Jansons (2), Marc Schmitt, Daniel Müller (1), Christopher Kopf, Timm Weiß (3), Sören Asboe (2), Moritz Bambey (2), Jan Leister, Artan Nuradini (8/1), Michel Stolte (4/2) und Frederic Noll (5) – Rechtenbach:Björn Spieß (2), Michael Razen, Arne Schäfer, Jan Hömke (1), Peter Kludt (6), Lars Dinter (4), Steffen Gerisch (4), Bastian Schmidt (1) und  Andreas Fay (8/2)

 

TSV Kirchhain – TG Friedberg  22 : 33  ( 10 : 15 )

Tore Kirchhain: Frische (7/3), Morbitzer (5), Kasseckert (4), Ganswind (2), Reuscher (1), Max Büschel (1), Grothe (1), Spittank (1) - Friedberg: Kautz (7), Belz (6), Glaub (6), Dietzel (3), Zinnel (2), Lebeau (2), Kammel (2), Rosenschon (2/2), Mangels (2/1), Führ (1).