Hohe Niederlage trotz ansprechender Leistung
MSG Linden verliert 28:39 gegen Wiesbaden
(cm) 40 gute Minuten reichen nicht, um dem Tabellenführer aus Wiesbaden wahrhaft gefährlich werden zu können. Zwei Drittel des Spieles konnten die Langsdorf-Schützlinge die Begegnung offen gestallten und konnten phasenweise sogar mit schnellem, kombinationsreichem und attraktivem Handball überzeugen. Um einer Klassemannschaft, wie es die HSG Wiesbaden in der hessischen Landesliga-Mitte nun mal ist, über 60 Minuten Paroli bieten zu können, fehlte der MSG am vergangenen Wochenende jedoch die Kraft und auch die personellen Möglichkeiten. Am 03.03.2012 kann die MSG Linden in Bad Homburg, wo die TSG Ober-Eschbach seine Heimspiele austrägt, zeigen, dass diese 40 Minuten kein Strohfeuer waren und man gegen einen Tabellennachbarn über die kompletten 60 Minuten bestehen kann. Für alle reiselustigen Anhänger der MSG besteht ein weiteres Mal die Möglichkeit die Mannschaft zu begleiten und zu unterstützen. Da in Bad Homburg um 19.30Uhr Anpfiff ist, fährt der Bus um 17.00Uhr an der Sporthalle Lützellinden und um 17.15Uhr an der Anne-Frank-Schule in Linden ab.
Nach den ersten Minuten der Begegnung fühlten sich viele Anhänger als auch Spieler zurückversetzt in das Hinspiel, indem die HSG Wiesbaden ebenfalls deutlich in Führung ging. Bei einem Rückstand von 2:6 zückte Heimtrainer Dirk Langsdorf seine Time-Out-Karte, um ein Debakel, wie im Hinspiel, direkt zu unterbinden. Die einminütige Pause und die neue taktische Marschrichtung fruchteten und so kämpfte sich die MSG um Rückraumspieler Nico Piazolla Tor für Tor wieder ran. Auch der wiedergenesene Björn Spieß wusste sich mit wuchtige und teilweise sehr platzierten Würfen gut in Szene zu setzen und half somit seiner Mannschaft den Rückstand zu verkleinern. Zum Ende der ersten Halbzeit wurde es dann ein wenig hektisch auf dem Spielfeld, da das Tempo von beiden Teams erhöht wurde. Diese leicht aufkeimende Hektik konnten die Lindener zu ihrem Gunsten nutzen, sodass Alexander ,,Schwelli" Schwellnuss, drei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, den Ausgleich zum 17:17 erzielen konnte. Die ersten 30 Minuten waren die Stärksten seit Wochen und ließen bei den eigenen Fans aber auch bei den Spielern und Zuschauern aus Hüttenberg, die kommendes Wochenende das Topspiel in Wiesbaden austragen, Hoffnungen einer möglichen Sensation aufkommen. Beide Mannschaften kamen hochkonzentriert aus den Kabinen und entgegen jeglichen Befürchtungen brach die Heimmannschaft der MSG nicht ein und konnte die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit weiterhin offen gestalte. Bei einem Stand von 24:24 sollte die Partie jedoch kippen. Ein verworfener 7Meter und ein schnelles Tor der Wiesbadener läuteten den Einbruch der MSG ein. 20 Minuten vor Schluss verließen den Akteuren der Heimmannschaft die Kräfte und Leistungsträger, welche bisher durchgespielt haben, mussten sich Pausen nehmen, sodass keine Struktur im Angriffsspiel der Lindener zu sehen war und Wiesbaden immer häufiger zu einfachen Tempogegenstoßtoren kam. Nun konnten die Gäste aus der Landeshauptstadt ihr gefährliches Tempospiel aufziehen, das ein Hauptaspekt für ihre Tabellenführung ist. Aufgrund der schwindenden Kräfte und den damit verbundenen individuellen Fehlern bauten die Gäste der HSG ihre Führung bis auf 28:39 aus.
Für die MSG heißt es jetzt, die ersten 40 Minuten der Begegnung in die kommende Woche mit zu nehmen und sich daran auf zu bauen und zu orientieren. Aus dieser Leistung sollten die Spieler aber auch das Trainergespann Kraft und Mut schöpfen, da sie gezeigt hat, dass die MSG mit jeder Mannschaft in dieser Liga mithalten kann. Um jedoch zwei Punkte zu erspielen, müssen die Jungspunde der MSG eine konstante Leistung über die komplette Spielzeit abliefern. Hochmotiviert werden die Spieler aus Linden am kommenden Samstag die Reise nach Bad Homburg antreten, da sie ganz genau wissen, dass sie sich vor keinem Gegner in der Liga verstecken müssen und mal wieder ein Erfolgserlebnis, in Form von zwei Punkten, einfahren wollen!








