© TSV Lützellinden

MSG Linden kämpft Titelaspiranten nieder

30:29 Sieg gegen Ober-Eschbach

(cm)  Die MSG Linden gewinnt nach spannenden 60 Minuten gegen die favorisierte TSG Ober-Eschbach knapp mit 30:29 (15-18). Es war ein Duell der jungen Wilden (MSG Linden) gegen erfahrene Routiniers (Ober-Eschbach), mit dem besseren Ende für die Lindener. Das Quäntchen Glück was beim Unentschieden gegen Eddersheim vor 2 Wochen fehlte, hatte die MSG an diesem Spieltag auf ihrer Seite.

Um 20.00 Uhr pfiff das Schiedsrichtergespann Dusolt/Rumel am Samstag das Topspiel der hessischen Landesliga/Mitte zwischen der MSG Linden und der TSG Ober-Eschbach an. Als Favorit gingen die Ober-Eschbacher, um den aus Serbien stammenden und schon erstligaerfahrenen Neuzugang Slobodan Maric, in die Partie gegen den frisch aufspielenden Aufsteiger MSG Linden. Dieser Favoritenrolle konnten die Kurstädter nur phasenweise gerecht werden. Beide Mannschaften traten dezimiert an, da auf Seiten des Gastgebers mit Jan Nober, Thomas Semmelroth und Björn Finnholt drei Stammkräfte  nicht mitagieren konnten und bei den Gästen ebenfalls Akteure fehlten. Das Spiel fing munter an und so stand es schon nach 4.30 Minuten 3-4 für die TSG. Von Anfang an versuchte MSG-Trainer Langsdorf das gegnerische Konzept mit einer Manndeckung gegen den starken Mathias Witzke zu zerstören, was in der zweiten Halbzeit besser funktionierte als in der Ersten. In der ersten Hälfte schenkten sich beide Mannschaften nichts, sodass es nach 20 Min. 11:12 für die Gäste stand. Wenn es mal schnell wurde im Spiel der Lindener, dann meistens über den agilen Björn Spieß, der auch vom ,,Punkt" sehr sicher traf. Auf Seiten der Eschbacher strahlte der wurfgewaltige Neuzugang Andreas Jeitner, mit schönen Treffern aus dem Rückraum, bis dato die meiste Gefahr aus. Dieser sollte dann kurz vor Ende der ersten Halbzeit im Mittelpunkt der womöglich Spielentscheidenen Aktion stehen. In der 28. Min. stieg Markus Semmelroth in gewohnt, dynamischer Art, zum Wurf aus dem Rückraum, hoch, um in gefühlten 4 Metern Höhe durch einen starken Hieb vom eben genannten Jeitner, schmerzhaft auf dem Rücken zu landen. Konsequenz des rüden Fouls war eine selten klare, rote Karte für Jeitner und eine 20 minütige Behandlungspause für den lindener Shooter Semmelroth. Die MSG ging mit drei Toren Rückstand in die Kabine, was hauptsächlich an der zu passiven Abwehrleistung und der daraus resultierenden, schwachen Torhüterleistung lag.

Nach der Pause sahen die zahlreich erschienenden Zuschauer ein gewohntes Bild. Das eigene Team strahlte weiterhin in der Abwehr keine Sicherheit aus und schloss vorne zu früh ab, sodass die Bad Homburger in der 34. Min zu ihrer höchsten Führung kamen(17:22). Ab der 45 Minute nahm dann der MSG Express, angeführt von Nico Piazolla, langsam Fahrt auf und eine Minute später kam der stark am Knie bandagierte Markus Semmelroth, unter großem Applaus, wieder ins Spiel zurück. Von nun an präsentierte sich das Langsdorf-Team von seiner stärkeren Seite. Die Abwehr stand kompakter und im Tor hielt ein immer besser werdender Sven Müller wichtige Bälle. Der Gegner aus Ober-Eschbach spielte ohne den starken Jeitner planlos im Angriff. Witzke wurde weiterhin kurz genommen, sodass die einfachen Rückraumtore aus der ersten Halbzeit fehlten. In der 57. Min. ergaunert Simon Semmelroth mit einer schönen Abwehraktion den Ball und mit einem noch schöneren Pass bediente er den durchstartenden Tim Luh, der zum 28:28 Ausgleich traf. In den folgenden Minuten war das Spiel nichts für schwache Nerven und die Spannung war auf ihrem Siedepunkt. Eine Minute vor Schluss holte M.Semmelroth trotz Verletzung, mit einem Kraftakt einen 7-Meter heraus, der von B.Spieß verwandelt wurde. Im Gegenzug fiel das 29:29, doch 10 Sekunden vor Ende der Partie trifft Alexander (Schwelli) Schwellnuss, mit einem Treffer von Linksaußen, zum Endstand. S.Semmelroth sah noch die rote Karte, da er den schnellen Anwurf der Gegner unterbrach.

Nach dem Spiel fielen sich die MSG-Spieler, vor euphorisierten Fans, jubelnd in die Arme. Zwei unterschiedliche Bilder spiegelten sich in den Gesichtern der Trainer wieder. Erleichterung und Freude im Gesicht von MSG-Trainer Dirk Langsdorf, der die roten Karte von Jeitner als spielentscheidend ansah, und Enttäuschung bei TSG-Trainer Späth, der die vielen Zeitstrafen auf  Seiten seiner Jungs ausschlaggebend für die Niederlage betrachtete. Der hart erkämpfte Sieg wurde im Anschluss von Spielern und Zuschauern feucht, fröhlich beim Oktoberfest im Vereinsheim gefeiert. Auch am nächsten Wochenende hoffen die Langsdorf-Jungspunde auf die Tatkräftige Unterstützung der eigenen Fans, wenn es dann zum Auswärtsspiel nach Goldstein geht. Am 22.10.2011 gibt es zwei Abfahrtszeiten. Um 15.30 fährt der Bus von der Sporthalle in Lützellinden ab und um 15.45 ist Abfahrt am Schwimmbad in Linden. Anpfiff ist um 18.00 Uhr in der Carl-von-Weinberg-Schulsporthalle in der Straße ,,Zur Waldau 21" in Frankfurt-Goldstein.

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