Nur ein 26:26 Remis im Kellerduell
Abstiegskampf geht weiter
(dl)Kein glückliches Ostergeschenk gab es am vergangenen Samstag beim so wichtigen Heimspiel unser MSG Linden gegen Tabellenvordermann HSG Anspach/Usingen. Mit einem 26:26 (14:14) Unentschieden trennten sich die beiden Teams im Kampf um den Klassenerhalt; ein Ergebnis was beide Mannschaften nicht wirklich weiter bringt. Vor allem unser MSG-Team kann mit dem einen Punkt nicht gut leben, zieht sich die „Abstiegsschlinge“ immer weiter zu. Dem Team um Trainer Dirk Langsdorf verbleiben nur noch drei Spieltage, um den vermeintlich rettenden elften Tabellenplatz zu erreichen. Dazu müssen Piazzolla & Co. nicht nur mindestens drei Punkte aus den verbleibenden Spielen holen, auch die Konkurrenz aus Anspach und Mainzlar dürfen dann keine Punkte mehr bis zum Saisonende holen.
Das Spiel gegen Anspach war das erwartet unschöne Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, für die es um sehr viel ging. Der Sieger hätte einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen können. Doch um es vorwegzunehmen; die Punkteteilung geht auf Grund des Spielverlaufs durchaus in Ordnung. Zu Beginn hatte unsere Mannschaft leichte Vorteile. Beim 6:4 nach rund zehn Minuten war die erste Führung mit mehr als einem Tor zu notieren. Doch die Gäste blieben dran. Hauptsächlich Bogdan Ghinea und Sebastian Kopp bereiteten unserer Abwehr gehörig Kopfzerbrechen und sorgten mit Ihren schnellen Aktionen aus dem Rückraum heraus für viel Gefahr. Unverständlich, dass unsere Abwehrspieler die nötige Aggressivität in so einem Spiel vermissen ließen. Da unsere Torleute auch nicht einen besonders guten Tag erwischten, ging es nur mit einem 14:14 in die Pause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit lief es recht gut für unser Team. Die beiden auffälligsten Angreifer, Jan Nober & Nico Piazzolla, netzten rasch zum 16:14 ein. Ab diesem Zeitpunkt wurde Nico Piazzolla von Anspach kurz gedeckt. Diese Maßnahme verfehlte ihre Wirkung keineswegs! Fortan wurde unser Angriffsspiel immer ungeordneter. Einzig Jan Nober und mit Abstrichen Sascha Hofmann sorgten für Torgefahr. Die Gäste drehten nun mächtig auf und gingen mit 23:20 Toren (50.) in Führung, eine Pleite drohte sich an! Doch endlich ging ein Ruck durch die Mannschaft. MSG-Torhüter Andi Schwarz war nun auf dem Posten und vereitelte ein paar Großchancen und unter dem Jubel der eigenen Fans war das Spiel beim 24:24 (55.) wieder offen. Die letzten fünf Minuten des Spiels wurden zum Krimi. Anspach legte mit zwei verwandelten Strafwürfen durch den abgezockten Markus Sturm vor. Wer sonst als Nico Piazzolla & Jan Nober erzielten postwendend den Ausgleich. Die Spannung war unerträglich, die Zuschauer hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Die schwach leitenden Unparteiischen verloren gänzlich ihre Linie und pfiffen kaum mehr regelgerecht. Auch beim letzten Angriff, nur wenige Sekunden vor Spielende: Moritz Hofmann wird auf der linken Außenposition frei gespielt und Siebenmeterreif gefoult, doch der Pfiff blieb zur Überraschung ALLER aus. Kämpferisch hat sich unsere Mannschaft kaum etwas vorzuwerfen. Doch immer wieder zeigen sich die gleichen Probleme auf. Die Abwehr ist nicht konstant über die gesamten 60 Minuten hinweg gut und im Angriff wird mit einer teilweisen schwachen Chancenauswertung zu früh abgeschlossen. Insgesamt ist die Punkteteilung gerecht, haben doch beide Teams auf Augenhöhe gekämpft. An Ostern ist spielfrei, danach muss im Heimspiel gegen Hochheim/Wicker gewonnen werden, will die Mannschaft noch weiter im Projekt Ligaerhalt mitmischen.








