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MSG Linden macht Meisterschaft perfekt

Verfolger TG Friedberg strauchelt – Langgönser Kantersieg in Rechtenbach

(mro) Den sofortigen Wieder-Aufstieg in die Landesliga machte am Wochenende die MSG Linden in der Männer-Handball-Bezirksoberliga perfekt. Neben dem eigenen 35:24-Sieg gegen den Tabellendritten SG Münzenberg/Gambach profitierte man von der Schützenhilfe des WSV Oppershofen, der die TG Friedberg mit 23:22 bezwang. Die SG Langgöns/Dornholzhausen setzte sich deutlich mit 31:21 als Gast der SG Rechtenbach durch. Dagegen gab es sowohl für die HSG Wettenberg II (30:34 bei der SU Nieder-Florstadt) als auch Absteiger SG Kleenheim II (18:29 als Gast des TSV Griedel) in der Fremde nichts zu holen.

MSG Linden – SG Münzenberg/Gambach  35 : 24 ( 16 : 13 )

Als fünf Minuten vor Spielende, bei einer 32:21-Führung, der Hallensprecher das Ergebnis aus Oppershofen verkündete, begannen die Meisterschaftsfeierlichkeiten auf der Lindener Bank. So bedeutete der am Ende deutliche 35:24-Sieg gegen den letztjährigen Vizemeister nicht nur die Revanche für die Niederlage im Hinspiel, sondern letztendlich auch den vorzeitigen Titelgewinn, den man auf Lindener Seite noch gar nicht an diesem Wochenende erwartet hatte.

Die ersatzgeschwächt angetretenen Gäste wollten aber das Feld nicht kampflos überlassen und legten anfangs immer wieder ein Tor vor. Erst eine Strafzeit gegen Florian Großmann nutzte der Tabellenführer, um aus dem 4:4 eine 7:4-Führung zu machen (10. Minute). Dachte man in der leider nur halb gefüllten Lützellindener Sporthalle nun an einen Selbstläufer, so sollte man sich vorerst einmal täuschen. Das 8:4 wandelte Münzenberg/Gambach bis zur 20. Minute in eine eigene 10:9-Führung um, welche MSG-Trainer Dirk Langsdorf zu einer Auszeit veranlasste. In dieser wurden die leichten Ballverluste und unvorbereiteten Fehlwürfe in dieser Phase angesprochen. Auch beim 11:12 lag Linden weiter zurück, ehe Torjäger Markus Semmelroth mit vier Toren für die 16:13-Halbzeitführung sorgte. Dirk Langsdorf gab nach Spielende zu, dass er in der Pause aufgrund der Darbietung der ersten 30 Minuten etwas lauter werden musste. Münzenberg/ Gambach erzielte zwar den ersten Treffer nach Wieder-anpfiff, doch dann zogen die Gastgeber, speziell durch Tore von Simon Semmelroth und Nico Piazolla vorentscheidend auf 22:14 (38.) weg. In dem Maße, wie sich die Lindener Defensive mit Torwart Andreas Schwarz als Rückhalt, steigerte, vermisste Gäste-Trainer Stefan Mappes „die Bereitschaft meiner Mannschaft in der Deckung“. „Dass wir hier wohl verlieren, war absehbar, aber dass wir uns in der 2. Hälfte abschlachten lassen, ist für mich nicht akzeptabel“, so Mappes. Der Tabellenführer bot nun, angesichts des komfortablen Vorsprungs, seinen Anhängern noch ein paar gelungene Aktionen. So glänzte Mark Allendörfer mit einem sehenswerten Rückraumtreffer zum 27:19 (46.), der in der 49. Minute eingewechselte Torwart Dennis Scholz zeigte einige gute Paraden, und auch das 30. Tor zum 30:19  (52.) von Lars Müll nach sehenswertem Anspiel von Nico Piazolla ließ die Zuschauer jubeln. Der Jubel wurde dann mit der Bekanntgabe des Friedberger Ergebnisses noch lauter und die letzten fünf Spielminuten wurden zum Schaulaufen des neuen BOL-Meisters. Standesgemäß setzte Markus Semmelroth mit einem Tempogegenstoß den Schlußpunkt, bevor die Feierlichkeiten auf dem Feld begannen, die sicherlich noch lange in die Nacht fortgesetzt wurden.

Tore Linden: Markus Semmelroth (11/3), Simon Semmelroth (7), Piazolla (5), Müll (4), Schwellnuss (2), Nober (2), Allendörfer (2), Agel (1), Kaplan (1) – Münzenberg/G.: Ratz (7/4), Boller (5), Pangborn (4/2), Mandler (2), Brückel (2), Mook (1), Repp (1), Schubert (1), Florian Großmann (1/1).

SG Rechtenbach – SG Langgöns/Dornholzhausen  21 : 31  ( 7 : 11 )

„Wir haben heute Sommer-Handball gespielt“, so das Fazit von Spieler und Pressesprecher Jan Hömke nach Spielende. Für beide Mannschaft ging es drei Spiele vor Saisonende nur noch um die Platzierung im Verfolgerfeld und hier hatten die Gäste mit einem Blitzstart zum 6:0 in der 8. Minute schnell die Nase vorne. Von diesem Schock erholte sich die SGR über das gesamte Spiel nicht mehr. Zwar fand man danach besser ins Spiel und konnte sich etwas heran arbeiten. Die Gäste-SG agierte aber wesentlich aggressiver und temporeicher, während das Rechtenbacher Angriffsspiel zu statisch war, um die Deckung des Gegners ernsthaft zu gefährden. Eine Deckungsumstellung der Rechtenbacher brachte zwar einige Ballgewinne, die daraus resultierenden Tempogegenstöße konnte man aber oftmals gegen den starken Gäste-Torwart nicht verwandeln, so dass man zur Halbzeit mit 7:11 zurück lag. Nach Wiederanpfiff entwickelte sich dann eine ausgeglichene Begegnung, in der Langgöns/Dorn-holzhausen bis zur 45. Minute seinen 4-Tore-Vorsprung verteidigen konnte. Nach dem 20:25 zogen dann aber die Gäste, speziell über Tempogegenstöße des 11-fachen Torschützen Jan Schuchmann, immer weiter weg und fuhren am Ende einen deutlichen 31:21-Auswärtssieg nach Hause.

Tore Rechtenbach: Schäfer (6), Kludt (5), Bastian Schmidt (3), Spieß (3/1), Fay (2), Gerisch (2) – Langgöns/D.: Schuchmann (11), Funke (5/2), Müller (4), Metzger (3), Jännicke (2), Gath (2), Schwalb (2), Funk (1), Brückel (1).

TSV Griedel – SG Kleenheim II  29 : 18  ( 14 : 9 )

In einem einseitigen Derby unterlag Absteiger SG Kleenheim II dem TSV Griedel in der Butzbacher Sporthalle mit 29:18 (14:9) Toren. Mit diesem Sieg konnte sich der TSV Griedel für die Niederlage im Hinspiel revanchieren, dem einzigen Saisonsieg der Kleenheimer Oberliga-Reserve. Beide Seiten gingen ersatzgeschwächt in das Spiel. Dabei ließ die Griedeler Mannschaft von Anfang an keine Zweifel aufkommen, wer als Sieger das Parkett verlassen würde. Das 1:1 bedeutete den ersten, aber auch schon den letzten, Ausgleich der Begegnung. Griedel setzte sich schnell über 4:1 und 7:2 auf 9:4 in der 15. Minute ab. Dieser Zwischenstand gab den Hausherren bereits die Gelegenheit durchzuwechseln, ohne dass ein Bruch entstand. Bis zum 12:5 setzte sich Griedel weiter ab, ehe Kleenheim besser ins Spiel fand und mit drei Toren in Folge auf 12:8 verkürzen konnte. Beim 14:9 Halbzeitstand bestand durchaus noch Hoffnung für den Tabellenletzten. Doch nach der Pause sorgte der TSV Griedel schnell für eine vorzeitige Entscheidung. Rasch vergrößerten die Gastgeber den Vorsprung auf 18:10. Beim 21:11 betrug der Abstand zum ersten Mal zehn Tore. Über das 22:11 blieb der Unterschied bis zum Spielende konstant und Kleenheim musste ein weiteres Mal geschlagen den Platz verlassen.

Tore Griedel: Stolte (9/7), Weiß (4), Artan Nuradini (4), Grieb (3), Scheurich (3), Jansons (2), Müller (2), Bambey (2) - Kleenheim II: Dennis Schäfer (4), Björn Klein (3), Löffler (3/1), Biermann (2), Kassabaum (2), Häuser (2/1), Dietz (1), Krug (1).

SU Nieder-Florstadt – HSG Wettenberg II  34 : 30  ( 18 : 15 )

Nichts zu holen gab es für die HSG Wettenberg II als Gast der SU Nieder-Florstadt. Trotz „starker Leistung“ (SU-Trainer Maik Schönwetter) musste man sich am Ende mit 30 : 34 geschlagen geben. Dabei konnte sich der Aufsteiger nach einem ausgeglichenem Beginn eine leichte Führung erarbeiten. In dieser Phase nutzte man das Pech und auch Unvermögen der Gastgeber, indem man einige Abpraller noch in Tore umwandelte oder aber zumindest Strafwürfe oder Zeitstrafen heraus holen konnte. Erst zum Ende von Abschnitt eins kamen die nun dreimal in Folge erfolgreichen Nieder-Florstädter erfolgreicher zum Abschluß und gingen auch mit einer 18:15-Führung in die Kabinen. Nach Wiederanpfiff starteten die Gastgeber wie die Feuerwehr und erhöhten schnell auf 22:15. Da Nieder-Florstadt nun aber etwas die Luft ausging (auch aufgrund fehlender Wechselmöglichkeiten), arbeitete sich die Landesliga-Reserve aus Wettenberg auf 25:27 heran und veranlasste SU-Trainer Maik Schönwetter zu einer Auszeit. Diese verfehlte ihre Wirkung nicht. Nieder-Florstadt setzte sich wieder auf 30:26 ab und hatte damit den Sieg in trockenen Tüchern. Daran sollte auch eine offene Manndeckung der Gäste nichts mehr ändern.

Tore Nieder-Florstadt: Stübing (8/5), Uwe Ruhrmann (7), Jochen Ruhrmann (6), Kipper (5), Wolf (2), Görg (2), Frank (2), Zschocke (1), Braun (1) – Wettenberg II: Büsse (6), Briel (6/4), Stein (5), Olbert (5), Kreutz (3), Stephan (3), Schmitz (2/1).       

WSV Oppershofen – TG Friedberg  23 : 22 (14 : 16 )

Tore Oppershofen: Roth (5), Tobias Kreuzer (5), Mosch (4), Wagner (3/1), Jung (2), Bergemann (1), Yannick Kreuzer (1), Raab (1), Siegel (1/1) – Friedberg: Rosenschon (9/7), Mahr (3), Belz (2), Dietzel (2), Kahabka (2), Kammel (2/1), Glaub (1), Schäfer (1).

HSG Mörlen – TSV Kirchhain  25 : 27 ( 11 : 16 )

Tore Mörlen: Ungerwetter (6), Philipp Möbs (6/1), Dönges (5), Dietz (4/1), Galwiertz (2), Winter (2) – Kirchhain: Reuscher (8/3), Grothe (6), Büschel (5), Lücker (4), Oswald (2), Haas (1), Morbitzer (1).