Spieltag der Heimmanschaften – Rechtenbach gestrauchelt
2. Derby – 2. Sieg für die MSG Linden, die sich im Duell der Nachbarn zu Hause gegen die HSG Langgöns/Donrholzhausen durchsetzen konnte. Dagegen patzte die SG Rechntenbach ein wenig überraschend als Gast der HSG Mörlen. Auch die HSG Kleenheim II, die HSG Wettenberg II und die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III kam mit leeren Händen von ihren Auswärtsspielen zurück.
MSG Linden – SG Langgöns/Dornholzhausen 24 : 22 ( 9 : 9 )
„Wir müssen noch viel üben und unsere Verletzten müssen gesund werden“, so kommentierte Gäste-Trainer Marius Naidin die knappe Derby-Niederlage, die man sich ein bisschen selber ankreiden musste, verhinderten doch etliche Ballverluste einen eventuellen Punktgewinn beim Derby in der Lindener Stadthalle. Beim Abschluß des 3. Spieltages merkte man beiden Mannschaften die Verunsicherung an. Die individuell starken Lindener-Spieler müssen erst noch zueinander finden, Langgöns fehlte nach zwei Start-Niederlagen die Sicherheit. So entwickelte sich ein ausgeglichenes, aber auch teils zerfahrenes Spiel. Nach einer 4:2-Führung durch Simon Semmelroth konnten die Gäste in der 20. Spielminute erstmals mit 6:5 in Führung gehen, da Linden 10 Minuten ohne Tor blieb. Auch beim 8:7 führte Langgöns noch, dann ging Linden in Führung. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf, dessen Ausführung allerdings sehr umstritten war, glich Langgöns zum Pausen-9:9 aus. Auch nach Wiederbeginn konnte sich keine Mannschaft absetzen (12:12, 37.). Dann aber brachten einige gute Aktionen den Landesliga-Absteiger mit 16:12 in Front (Markus Semmelroth). Als dann auch noch der Langgönser Funk wegen eines überhartem Einsteigen beim Tempogegenstoß gegen Moritz Hofmann die rote Karte sah und Mark Allendörfer den fälligen Strafwurf traf, schien das Spiel in sichere Bahnen zu laufen. Doch Langgöns bäumte sich auf und nötigte Heim-Trainer Dirk Langsdorf beim 19:17 in der 51. Minute zu einer Auszeit, um seine Mannen auf die Endphase einzuschwören. Linden brachte nun routiniert mit einigen gelungenen Einzelaktionen den 2-Tore-Vorsprung über die Zeit und kam im 2. Spiel zum 2. Sieg. Dirk Langsdorf sah mit Andreas Schwarz im Tor der MSG Linden und Markus Schmidt im Gäste-Tor zwei Keeper, die mit Sicherheit zu den stärkeren Akteuren auf dem Feld gehörten.
Tore Linden: Simon Semmelroth (3), Weber (2), Kaplan (2), Nober (1), Markus Semmelroth (6), Allendörfer (4/4), Müll (4), Hofann (2) – Langgöns/D.: Metzger (3), Funke (5/2), Laudt (1), Müller (3), Rompf (4), Beppler (4), Schwalb (1), Funk (1).
TG Friedberg – HSG Kleenheim III 32 : 26 ( 14:10 )
„Der Friedberger Sieg ist zu hoch ausgefallen, es wäre mehr drin gewesen, wir brauchen aber nicht die Köpfe hängen zu lassen, denn wir haben über weite Strecken eine ordentliche Leistung gezeigt“, bilanzierte Kleenheims Co-Trainer Tim Strassheim nach der 26:32 (10:14)-Niederlage der SG Kleenheim II bei der TG Friedberg. Ulf Krug sorgte für die Kleenheimer 1:0-Führung und der wieder einsatzfähige Linkshänder Marius Reusch konnte beim 3:3 wieder ausgleichen. „Wir hatten dann unsere einzige echte Schwächephase“, erläuterte der Kleenheimer Co-Trainer, denn seine Mannschaft geriet mit 4:9 (12.) ins Hintertreffen, ehe das Kleenheimer Trainergespann Philipp Michel/Tim Strassheim eine Auszeit nahm. Friedberg setzte sich unbeeindruckt davon auf 13:6 ab. Immerhin konnten die Gäste das Resultat bis zum Pausenpfiff noch etwas freundlicher gestalten, Marius Reusch verkürzte auf den 10:14-Halbzeitstand aus Kleenheimer Sicht. Nach einigen Minuten Leerlauf zu Beginn des zweiten Spielabschnitts setzte sich Friedberg auf 16:10 ab. Jetzt hatte die Kleenheimer „Zweite“ ihre beste Phase und Jannik Herbel verkürzte auf 15:17. In einem offenen Schlagabtausch war es wieder Jannik Herbel, der das 18:21 markierte. Es blieb spannend, auch weil der Kleenheimer Angriff jetzt gut spielte und sich Torhüter Rene Krauß steigerte. Dem angeschlagen in die Partie gegangenen Christian Häuser gelang per Siebenmeter mit seinem einzigen Tor das 21:25. Neun Minuten vor Ende wechselten die Wetterauer Kreisstädter „Torwart-Riese“ Ralf Hägele ein und die Kleenheimer „Zweite“ hatte Probleme im Abschluss gegen den „Hünen“. In den letzten neun Minuten notierte die Kleenheimer Trainerbank an vergebenen Möglichkeiten ein ausgelassener Siebenmeter, zwei liegen gelassene Tempogegenstöße und drei Mal wurde die Torumrandung getroffen! Die logische Konsequenz: Die TG Friedberg setzte sich auf 28:21 ab und kam am Ende zu einem etwas zu hoch ausgefallenen 32:26-Sieg. „Friedberg hat verdient gewonnen, wir haben teilweise schlecht und unkonzentriert abgeschlossen und sich nicht an die Vorgaben etwa gegen Ralf Hägele gehalten, das war teilweise undiszipliniert“, bilanzierte Tim Strassheim aus Gästesicht.
Tore Friedberg: Glaub (5), Rosenschon (2/2), Mangels (6/5), Mahr (2), Dietzel (2), Führ (3), Kahabka (3), Kautz (2), Belz (5), Bayer (2) – Tore Kleenheim: Häuser (1/1), Fleck (1), Klein (3), Krug (5), Dietz (2), Schäfer (4), Hoyer (2), Reusch (6), Herbel (2).
HSG Münzenberg/Gambach – HSG Wettenberg II 34 : 25 ( 19 : 15 )
Wieder nichts zu holen in der Fremde gab es für die Landesliga-Reserve aus Wettenberg. Hatte man vor Wochenfrist noch dem Landesliga-Absteiger aus Linden zu Hause sehr lange Paroli bieten können, so stand man beim Gastspiel beim letzjährigen Vize-Meister auf verlorenem Posten und musste erneut mit einer deutlichen Niederlage die Heimreise antreten. Dabei konnte man die Anfangs-Viertelstunde ausgelichen gestalten (10:9, 15.). Angriffs-Fehler der Gastgeber wurden immer wieder zu erfolgreichen Kontern genutzt, obwohl genau hiervor Stefan Mappes seine Spieler gewarnt hatte. Dann jedoch konnten sich die Hausherren etwas befreien und über 17:13 (26.) mit einem 19:15 in die Kabinen gehen. Nach dem Seitenwechsel sah Heim-Trainer Stefan Mappes „eine starke Phase, in der wir uns mit schnellem Spiel und einer guten Deckung entscheidend auf 27:18 nach 45 Minuten absetzen konnten.“ Der Favorit verwaltete nun diesen Vorsprung und kam über einen 30:23-Zwischenstand zu einem letzlich ungefährdeten Sieg, den beiden Trainer als absolut verdient bewerteten.
Tore Münzenberg/G.: Häuser (3), Metzger (2), Brauburger (1), Brückel (3), Stolte (2), Boller (7), Felix Großmann (6/3), Zeitz (3), Florian Großmann (6), Pangborn (1) –
Wettenberg: Briel (1), Kreutz (4), Olbert (5), Paul (2), Büsse (2), Pohl (3), Reindl (1), Holst (2), Schmitz (5/1).
HSG Mörlen – SG Rechtenbach 36 : 31 ( 18 : 15 )
Eine nicht unverdiente Auswärtsniederlage kassierte die favorisierte SG Rechtenbach bei der HSG Mörlen und ist damit am 3. Spieltag seine weiße Weste los. Zwar kamen die Gäste besser aus den Startlöchern und konnten schnell mit 3:1 in Führung gehen, doch die Gastgeber konterten. Über die erstmalige Führung (6:5 – 8. Spielminute) bauten die Hausherren ihren Vorsprung kontinuierlich aus (10:8, 12:9, 14:10). In der 24. Minute war beim 16:11 sogar erstmals ein fünf Tore-Vorsprung erreicht, den aber Rechten-bach bis zu Halbzeitpause auf 18:15 verkürzen konnte. Wer nun glaubte, dass die bisher verlustpunktfreie Gast-Mannschaft daran anknüpfen konnte, sah sich getäuscht. Gestützt auf eine sehr gute 6:0-Deckung, die die gefährlichen Rechtenbacher-Schützen gut im Griff hatte, gelang es Mörlen sofort wieder, sich abzusetzen. Über die Zwischenstände 22:17 (36.) und 28:22 (47.) hielt man Rechtenbach auf Distanz. Auch als diese in der 54. Spielminute beim 31:28 nochmals bedrohlich nahe heran kamen, ließ die HSG nicht mehr anbrennen und konterte ihrerseits noch einmal zum 36:31-Endstand. Heimtrainer Sven Tauber sah „eine tadellose Leistung seines Team, auf die man aufbauen kann.“
Tore Mörlen: Ungerwetter (7/3), Dönges (3), Klatt (2), Hergl (2), Christian Birkenstock (1), Möbs (3), Cisek (1), Braubruger (5), Dietz (7), Daniel Birkenstock (2), See (3) –
Rechtenbach: Spieß (8/5), Bepler (2), Dinter (2), Razen (3), Cislaghi (4), Fay (5), Kludt (3), Hömke (1), Schäfer (2), Schmidt (1)
TSV Kirchhain – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II 27 : 24 ( 13:13 )
Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III wird sich auch dieser Saison vermutlich wieder in die hinteren Regionen der Tabelle orientieren müssen. Der Schwung des Auftakt-Sieges am 1. Spieltag ist verflogen und man musste als Gast des TSV Kirchhain bereits die 2. Saison-Niederlage hinnehmen. Dabei startete man sehr furios und konnte nach einer Viertelstunde eine 10:5-Führung vorweisen. Danach wurde man aber durch einige Zeitstrafen, vor allem im Angriff, gehemmt. Kirchhain nahm darüber hinaus eine Auszeit und fand danach besser ins Spiel. So wurden die Seiten mit einem 13:13-Unentschieden gewechselt. Nach Wiederanpfiff legten die Gastgeber immer wieder eine knappe Führung vor, die in der 48. Spielminute auf 4 Tore Vorsprung ausgebaut werden konnte. Thomas Kinzenbach auf Gäste-Seite reagierte mit einer Auszeit und man schaffte in der 57. Minute wieder den Anschluß. Dann jedoch wurde eine Abwehraktion mit Strafwurf und Zeitstrafe gegen Dutenhofen geahndet, im Gegenzug blieb dagegen ein rüdes Folu an Paul Heer ungeahndet, so dass Kirchhain als Sieger vom Platz ging. Gäste-Coach Thomas Kinzenbach trauerte den vergebenen Chancen im Angriff, speziell drei verworfenen 7-Metern nach, sah aber auch die Unparteiischen nicht gerade seiner Mannschaft wohl gesonnen.
Tore Kirchhain: Grothe (1), Morbitzer (3), Büschel (3), Lücker (4), Reuscher (8/8), Frisch (3), Oswald (1), Fina (3), Pilgrim (1) – Dutenhofen/M.: Agel (2), Friedrichs (2), Grumbach (1), Heer (4), Lang (2), Mehl (3), Mühlhans (3), Vogel (4/4), Torsten Wagner (3).
TSV Griedel – SU Nieder-Florstadt 30 : 34 ( 16 : 16 )
Tore Griedel: Jansons (2), Boller (2), Müller (1), Tazelaar (2), Weiß (4), Asboe (4), Leister (8/6), Noll (7)
Nieder-Florstadt: Uwe Ruhrmann (1), Frank (1), Stübing (1), Kuntze (1), Wolf (3), Braun (4/4), Alexander (1), Sacks (2), Odermatt (5), Jochen Ruhrmann (6), Kipper (9)








