Spieltag der knappen Ergebnisse
Tag der offenen Tür in Linden – Rechtenbach verliert unglücklich
(mro) In der Männer-Handball-Bezirksoberliga geht es in das letzte Drittel der Runde und die Fronten werden klarer. Die SG Rechtenbach hatte beim 31:32 als Gast der SG Münzenberg/ Gambach nicht das Glück auf seiner Seite und dürfte nun auch theoretisch keine Chance mehr auf Platz 1 haben. Diesen verteidigte die MSG Linden mit dem 40:37–Heimsieg gegen die SU Nieder-Florstadt vor der spielfreien TG Friedberg. Aufsteiger HSG Wettenberg II setzte sich beim Schlußlicht SG Kleenheim II mit 35:32 durch und auch der Tabellen-Vorletzte HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III ging als Gast der HSG Mörlen leer aus (26:28). In der Partie TSV Kirchhain – SG Langgöns/Dornholzhausen wurden beim 25:25 die Punkte geteilt.
MSG Linden – SU Nieder-Florstadt 40 : 37 ( 21 : 17 )
Nach dem wichtigen Auswärtssieg in Rechtenbach vor der Faschingspause hatte die MSG Linden offenbar Probleme die Konzentration vor der vermeintlich leichten Aufgabe gegen die SU Nieder-Florstadt hoch zu halten. Zudem ging man gleich in Führung, die auch beim 9:5 in der 15. Minute einigermaßen beruhigend war. Doch im Angriff fehlte die Geduld und die ansonsten so starke Deckung war dieses Mal sehr löchrig. So war es nicht verwunderlich, dass die Gäste in der 25. Minute mit 15:14 führten. Linden zog nun etwas das Tempo an und hatte beim Pausen-21:17 wieder eine Führung heraus geworfen. Auch nach dem Seitenwechsel verlief das Spiel weiter ähnlich wie in den ersten dreissig Minuten. In der 40. Minute führte Linden mit 28:24, aber Nieder-Florstadt merkte, dass man gegen den fahrigen Spitzenreiter an diesem Tag durchaus nicht chancenlos war. So war zehn Minuten später beim 31:30 der Anschluß hergestellt. Dies veranlasste die Hausherren wieder etwas Gas zu geben und letzt-endlich einen 40:37-Arbeitssieg nach Hause zu fahren. MSG-Coach Dirk Langsdorf war nach Spielende natürlich nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die „Harakiri gespielt hat, sehr leichtsinnig war und jegliches mannschaftliche Spiel vermissen ließ.“
Tore Linden: Markus Semmelroth (11/4), Simon Semmelroth (9), Piazolla (7), Schwellnuss (4), Müll (4), Allendörfer (2/1), Agel (1), Kaplan (1), Nober (1) – Nieder-Florstadt: Kipper (8), Odermatt (6), Stübing (6/3), Sacks (5), Görg (4), Frank (3), Wolf (3), Jochen Ruhrmann (1), Braun (1/1).
SG Kleenheim II – HSG Wettenberg II 32 : 35 ( 13 : 17 )
Der potentielle Absteiger verkaufte sich in seinem drittletzten Heimspiel gegen den gesicherten Aufsteiger aus Wettenberg noch einmal gut. „Kampf und Einsatz haben gestimmt, es haben Kleinigkeiten gefehlt“, erklärte Kleenheims Co-Trainer Tim Strassheim. Die Gäste gingen nach anfänglichem Abtasten mit 3:1 (8.) in Führung. Für Kleenheim II, das auf vier Stammspieler verzichten musste, erzielte der 13-fache Torschütze Johannes Biermann die ersten drei Tore zum 3:5 (11.). Beim 9:10 (20.) hatte Kleenheim II sogar Ballbesitz, verlor aber das Spielobjekt und geriet dann mit 9:14 (25.) wieder ins Hintertreffen. Mit dem Pausenpfiff gelang dem Wettenberger Marc Stroh das 17:13 für seine Farben. Nach dem Wechsel war Kleenheim II beim 20:22 (39.) noch einmal bis auf zwei Tore herangekommen. Die Schützlinge von Jörg Bender hatten aber die Partie nach der Pause jederzeit im Griff und zogen auf 26:21 (45.) davon. Beim 30:24 (49.) für die Gäste war die Begegnung entschieden. Kleenheim II kämpfte unverdrossen weiter und konnte beim 30:34 (59.) durch Jonas Löffler wieder verkürzen. In der Schlussminute stellte Christian Häuser per Siebenmeter den 32:35-Endstand aus Gastgebersicht her. „Wir haben im Angriff endlich einmal über 30 Tore erzielt, dieses Mal hat aber die Abwehr nicht gut gearbeitet, Wettenbergs Rechtsaußen hat seine Tore ohne große Bedrängnis erzielen können“, sagte Strassheim. Johannes Biermann zeigte im Angriff eine starke Leistung und der A-Jugendliche Ulf Krug führte gut Regie beim Schlusslicht.
Tore Kleenheim II: Biermann (13), Krug (6), Christian Häuser (4/2), Reusch (3), Löffler (2), Björn Klein (1), Kai Klein (1), Markus Häuser (1), Hoyer (1) - Wettenberg II: Olbert (8), Stroh (8/2), Moritz Leib (5), Büsse (4), Schmitz (4), Briel (3), Kreutz (1), Fähler (1), Kaufmann (1).
SG Münzenberg/Gambach – SG Rechtenbach 32 : 31 ( 15 : 18 )
Das war nichts für schwache Nerven. Die 160 Zuschauer in der Münzenberger Sporthalle im Eiloh waren noch lange nach dem Abpfiff einer hochdramatischen Begegnung angetan. Denn zuvor hatten sich die SG Münzenberg/Gambach und die SG Rechtenbach in einem Spiel „mit unglaublich viel Tempo“, wie Heim-Trainer Stefan Mappes meinte, duelliert. Nach mehreren Rückständen und trotz des frühen Ausfalls von Führungsspieler Tobias Zeiß (Oberschenkel-zerrung) setzte sich der Gastgeber schlussendlich mit 32:31 (15:18) durch. Für Rechtenbach ist nun die Aufstiegstür wohl endgültig zu. Münzenberg bleibt mit guten Außenseiterchancen in der Spitzengruppe und im Titelrennen.
Erst in der Schlussphase drehte Münzenberg auf und kam zehn Minuten vor dem Ende zum 26:26 Ausgleich. Rechtenbach schaffte dennoch wieder eine 29:28-Führung und nach Gambachs erneuter Führung zum 30:30 umgehend den Ausgleich. Erst als Christian Pangborn, der am Samstagabend eine sehr gute Leistung zeigte, zum 32:20 in der letzten Minute traf, war auf den Rängen die Erleichterung zu spüren. „Letztlich können wir sehr froh über diesen Sieg sein“, sagte Mappes, der Mitte der erste Halbzeit mitansehen musste, wie die Individualkönner der Gäste das Heft in der Hand hielten. Nur beim 6:5 (Häuser/6.) waren die Hausherren obenauf. Dann donnerte Björn Spieß die Kugel zur Rechtenbacher 9:7 Führung in die Maschen. Zur Halbzeit setzte sich die SGR mit 18:15 ab. Deswegen baute Münzenberg um und nahm eine direkte Manndeckung gegen den Initiator der schnellen Rechtenbacher Vorstöße, Peter Kludt, vor. Eine Maßnahme die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte. Die Gäste waren im zweiten Durchgang sichtbar aus dem Rhythmus und schafften es nicht mehr die Dominanz der letzten Phase der ersten Halbzeit aufs Parkett zu bringen. Die Gastgeber zerrissen sich förmlich und machten spielerische Mängel mit großem Einsatz wett.
Tore Münzenberg/Gambach: Florian Großmann (9/4), Pangborn (7), Häuser (5), Boller (4), Brückel (3), Metzger (2), Ratz (2) - Rechtenbach: Spieß (8/4), Bastian Schmidt (7), Beppler (4), Kludt (4), Fay (4), Schäfer (2), Hömke (2).
TSV Kirchhain – SG Langgöns / Dornholzhausen 25 : 25 ( 15 : 13 )
Bei der SG Langgöns/Dornholzhausen ist offenbar nach den letzten beiden Niederlagen gegen Friedberg und Rechtenbach die Luft raus. Anders kann man das 25:25-Unentschieden beim Drittletzten TSV Kirchhain wohl nicht erklären. Schon den Start hatte Langgöns/Dorn-holzhausen verschlafen und lag nach vier Minuten mit 1:5 zurück. Durch taktische Umstellungen kam man dann zwar besser ins Spiel, lief aber über die Zwischenstände 5:8 und 10:11 den Gastgebern ergebnismäßig weiter hinterher und konnte erst kurz vor dem Halbzeit-pfiff auf 13:15 verkürzen. SG-Trainer Marius Naidin fand in der Kabine offenbar die richtigen Worte, um seine Mannschaft wach zu rütteln, denn nach 42 Minuten hatten man mit 6 Toren in Folge eine 19:15-Führung erzielt. Zu diesem Zeitpunkt war Kirchhain eigentlich geschlagen, da diese auch mangels Auswechselspielern laut Kirchhains-Trainer Klotz „mausetot waren“. Über 20:16 hatte daher die SG bis zum 23:19 das Spiel im Griff, baute dann aber die nie aufsteckenden Gäste mit unnötigen Ballverlusten wieder auf. Beim 23:22 war Kirchhain wieder dran. 16 Sekunden vor Schluß musste Langgöns/Dornholzhausen dann sogar noch den Ausgleichstreffer hinnehmen, den man nicht mehr beantworten konnte.
Tore Kirchhain: Frische (9/6), Büschel (4), Reuscher (3), Lücker (3), Grothe (3), Bittner (2), Hass (1) – Langgöns/D.: Rompf (9/1), Müller (3), Funk (3), Jänicke (2), Schuchmann (2), Brückel (2), Metzger (2), Funke (2/2).
HSG Mörlen – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 28 : 26 ( 15 : 10 )
Trotz einer guten Leistung stand die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III nach dem Spiel bei der HSG Mörlen wieder mal mit leeren Händen da. Die 26:28-Niederlage könnte jedoch ein Nachspiel haben, hat man doch einen Einspruch angekündigt. Der Grund: ein Spieler der HSG Mörlen hatte im Spiel unerlaubt Haftmittel benutzt. Dies hatten die Offiziellen der Gäste mehrmals den Schiedsrichtern während des Spiel mitgeteilt, die aber darauf nicht reagiert haben, weil sie es nach ihrer Meinung nicht mitbekommen haben.
Die Hausherren begannen das Spiel konzentriert und konnten über 2:0 bis zur 14. Minute mit 5:2 in Führung gehen. Die Grün-Weißen fanden keine Mittel gegen eine gute Deckung der HSG Mörlen oder scheiterten oftmals am starken gegnerischen Torwart. Dadurch vergrößerte sich der Rückstand über 4:8 bis zum Pausen-10:15. Den besseren Start in die zweite Halbzeit hatten dann aber die Gäste und in der 42. Minute war beim 16:16 der Ausgleich hergestellt. Hatte Dutenhofen/Münchholzhausen nun eigentlich alle Trümpfe in der Hand, verfiel man aber wieder in die Fehler der ersten 30 Minuten, so dass man fünf Minuten später schon wieder mit 16:20 zurück lag. Zwar versuchten die Gäste nun noch einmal alles, ließen aber wieder zu viele Chancen, unter anderem einen Siebenmeter, ungenutzt, um über 19:23 und 21:24 noch näher als beim 26:28-Endstand heran zu kommen.
Tore Mörlen: Brauburger (7/1), Cisek (6), Daniel Birkenstock (5), Ungerwetter (5/2), Philipp Möbs (2), Klatt (1), Christian Birkenstock (1), Dietz (1) - Dutenhofen/M.: Heer (5/3), Friedrichs (4), Weber (4), Albrecht (4), Vogel (4/1), Mehl (2), Mühlhans (1), T.Wagner (1), Lang (1).
TSV Griedel – WSV Oppershofen 23 : 26 ( 8 : 15 )
Tore Griedel: Leister (6/6), Asboe (5), Weiß (3), Schmitt (3), Jansons (2), Noll (2), Bambey (1), Stolte (1) – Oppershofen: Siegel (8/5), Jung (7), Mosch (3), Roth (3), Bergemann (2), Raab (1), Kreuzer (1), Winkler (1)








