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„Unglücklich gewonnen ;-)“

HSG Linden – HSG Wettenberg II   28 : 27

(cs) Die Halle in Klein-Linden gut aber nicht übermäßig beheizt, fand dort ab 11:00 Uhr ein rein weiblicher Heimspieltag statt. Nach den weiblichen D-Jugenden startete zunächst die Frauen III um 15:30 Uhr gegen ein Top-Team dieser Liga, den TV Burgsolms, verlor jedoch erwartungsgemäß 17 : 30. Um dieses Ergebnis - ausgedrückt als Uhrzeit - startete dann das Team Frauen II in ihr Spiel gegen Kleenheim/Langgöns III, und sie spulten dies nach anfänglichen Schwächen in der Defensive erfolgreich zum Endstand von 31 : 18 herunter.

Als letztes Spiel des Tages stand um 19:30 Uhr in der Oberliga-Mitte die Partie der HSG Linden I gegen den Mitaufsteiger und Tabellenschlusslicht HSG Wettenberg II an, die noch punktlos in dieses für die HSG Linden so wichtige Heimspiel gingen.

 

Es galt Wettenberg II nicht zu unterschätzen, hatten diese doch 2 Spiele – gegen Oberursel und gegen Kleenheim II – nur mit je 1 Tor Unterschied verloren.

Doch während Wettenberg II vom Start weg konzentriert und hellwach zu Werke ging, taten dies die Spielerinnen der HSG Linden – für die Zuschauer unbegreiflich – völlig indisponiert und uninspiriert.

Über ein 5 : 5 (08. Min.) ging es bis zur 20. Minute über Zwischenstände von 5 : 10 (12. Min.) und 6 : 11 (15. Min.) steil bergab bis zur „Peinlichkeitsgrenze“ beim Stande von 7 : 13, ehe sich die HSG Linden zumindest etwas stabilisieren konnte.

Während „Annie“ Jung in dieser Zeit mit ihren Chancen von linksaußen zu glänzen wusste, hatte die Torjägerin „Ges“ Karge einen „rabenschwarzen“ Tag erwischt und traf nach vielerlei Fehlversuchen erstmals zum 8 : 13 in der 21. Minute. Die Einwechslung der zuletzt formschwachen und daher zunächst auf der Bank schmorenden Defensivspielerin „Mille“ Stuppy schien zudem stabilisierend zu wirken, und ihr war es auch vorbehalten nach einer kämpferisch deutlichen Leistungssteigerung, den Anschluss zum 13 : 14 Pausenstand herzustellen.

Ein Tor von „Annie“ Jung und gleich 3 Tore in Folge einer entschlossenen „Mille“ Stuppy bei nur 1 Gegentor der Gäste ließ die HSG Linden in der 36. Minute mit 17 : 15 in Führung gehen.

Doch Wettenberg II konterte umgehend (17 : 17 / 41.) und legte selbst erneut auf 19 : 22 (49.) vor. Und so wogte die Partie – stets auf Messers Schneide – wild hin und her (22 : 22/ Karge 53. // 24 : 22 / Nöh 56.). Doch auch diese Führung konnte die HSG Linden nicht verteidigen, musste in der frühen Minute 60 erneut den Ausgleich zum 27 : 27 hinnehmen.

Zu solch einem Zeitpunkt fragt sich so mancher Zuschauer dann, warum ein Handballspiel überhaupt 60 Minuten dauern muss, gegebenenfalls nicht der Einfachheit halber nur die „letzte, entscheidende Minute“ gespielt wird.

Dieses Spiel hätte nach anders definierten Spielzeitlängen beständig andere Sieger hervorgebracht.

Nach dem Ausgleich ging der Ballbesitz zur HSG Linden über, deren Angriff Mitte der 60. Minute nur mittels Foul, begleitet von einer 2 Minutenstrafe gegen Wettenberg II, gestoppt werden konnte. Den fälligen 7-Meter verwandelte Nelly Rexin wieder sicher zur 28 : 27 Führung. So blieb dem Team Wettenberg noch 1 Angriff zum Ausgleich, der seitens Linden geschickt unterbunden wurde, woraufhin der Ballbesitz erneut wechselte. Begleitet von einer Auszeit „Heim“ spielte Linden die verbleibenden Sekunden dann trotz Pressings geschickt herunter ohne noch treffen zu müssen, bis die HSG Linden mit der Schlusssirene als Siegerteam feststand. 

Ein Handballkrimi mit einem erneut unglücklichen Ende für ein aufopferungsvoll kämpfendes Team Wettenberg II, das nun bereits zum 3. Male mit nur 1 Tor Differenz unterlag.

Das kann dem Team Linden, allen voran aber dem Trainerteam völlig piepschnurzegal sein, solange man nun mit 6 : 12 Punkten auf Rang 8 der Tabelle, und damit wieder auf einem Nichtabstiegsplatz rangiert.

Doch auch an der Spitze des Tabellenkellers bleibt es bedrohlich dunkel, und so MUSS nach einer Pause am kommenden Wochenende auch am Sonntag, 07.12.2025 / 15:00 Uhr im Auswärtsderby gegen die KSG Bieber gepunktet werden.

Das gesamte Umfeld hofft auf eine konzentrierte, kämpferische Einstellung von der 1. Sekunde an.