„... bis zum bitteren Ende offen !“
Frauen 1 – Oberliga-Mitte – Spieltag 12
HSG Linden – TuS Kriftel 29 : 31
(cs) Das Neujahrstor 2026, gleichzeitig das 1. Tor der Rückrunde für die HSG Linden, war Jasmine Nöh nach schönem Zuspiel an den Kreis in Minute 2 vorbehalten, doch schon 4 Minuten später hatte die Realität die stets unaufmerksam und etwas träge startenden Lindenerinnen eingeholt (2 : 6 / 6. Min.).
Die nicht übermäßig groß gewachsenen, aber quirligen Kriftlerinnen wirbelten die HSG Abwehr anfangs doch das ein oder andere Mal erheblich durcheinander, und der Krifteler „Leuchtturm“ Zoe Alp netzte treffsicher aus der Distanz ein.
Doch wie so oft berappelte sich die HSG und kämpfte sich mühsam wieder an einen Ausgleich (10 : 10 / 22. Min. / Nelly Rexin) heran.
Kriftel versuchte es dann mit einem Überzahlspiel unter Herausnahme der Torhüterin, was sich hätte zum Rohrkrepierer für die TuS entwickeln müssen, ja hätte die HSG die Bälle denn im leeren Tor versenkt.
Und so konnte die TuS dennoch als Halbzeitsieger (15 : 13) in die Katakomben der Klein-Lindener Sporthalle eintauchen. Doch schon beim Gang in die Kabinen spürte man den Willen der HSG-lerinnen, dieses Heimspiel für sich entscheiden zu wollen.
Und so entwickelte sich eine äußerst sehenswerte und spannende 2. Halbzeit, in der man sich stets auf Augenhöhe bewegte und in der man zwischenzeitlich sogar die Führung übernehmen konnte. Annika Jung war mit ihren 5 Treffern von außen dabei eine haltgebende Konstante, während manch schludriges Zuspiel wiederum mit einem Gegentor bestraft wurde.
Noch einmal stellte Milena Stuppy in der 57. Minute den Ausgleich zum 28 : 28 her, und das Spiel – jetzt auf Messers Schneide – würde sich durch eine der nächsten Aktionen entscheiden.
Den auf den Ausgleich folgenden Ballbesitz konnte dann jedoch die Kriftlerin Lisa Gronkiewicz ebenso in ein Tor ummünzen wie den anschließenden Ballverlust der HSG Linden.
Damit war die Entscheidung zugunsten Kriftels gefallen, auch wenn jedes Team noch 1 Tor zum 29 : 31 Endstand beisteuerte.
Kriftel war jederzeit zu knacken, doch belohnte man sich aufgrund zu leichtfertig vergebener Chancen erneut nicht.
Es war – abgesehen von den ersten 10 Minuten – eine beherzte, engagierte Leistung des HSG-Teams, wie man sie sich in der Hinrunde bereits häufiger gewünscht hätte. Zum „Überleben“ in der Oberliga-Mitte wird man diese Leistung nun aber in jedem Rückrundenspiel von der 1. Sekunde an auf die Platte bringen müssen.
Daher gilt für das nächste Wochenende in Oberursel (24.01.2026 / 19:30) und alle weiteren Spiele:
„100 % ab der 1. Sekunde !“
Dann könnten sich gegen die TSG Oberursel jederzeit Punkte stibitzen lassen.








